Ich denke unser Alleinstellungsmerkmal ist das Wissen um Termine

Silke, Freitag, 21.09.2018, 20:23 (vor 682 Tagen) @ trosinette3177 Views

Lieber Schneider,

Guten Tag,

Ich will verstehen, wie die Dinge funktionieren.

Seltsamerweise spielt diese „Gier nach mehr“ im theoretischen Modell

des

Debitismus keine Rolle. Der einzige Gierige ist hier immer nur der

Staat.

Dass die "Gier nach mehr" im Debitismus keine Rolle spielt hängt damit
zusammen, dass wir nur verstehen, wie die Dinge funktionieren, aber nicht
wie die Menschen funktionieren.

Dass die "Gier nach mehr" im Debitismus keine Rolle spielt...
...ist leider falsch.

Wer Termine hat hat Erfüllungsdruck.
Wer wiederkehrende Termine hat tendiert dazu, den Erfüllungsdruck senken zu wolle.
Die wichtigsten wiederkehrenden Termine leiten sich im Debitismus aus der Urschuld ab.
Die nächstwichtigsten aus der Abgabeerhebung.
Das Verschaffen von Mitteln zur Tilgung der Urschuld und von Abgabemittel bestimmt das Denken und Handeln der Menschen.
In einer Welt mit wechselndem Angebot/ Zugriffsmöglichkeit werden diese von leidgeprüften Menschen regelmäßig als zu wenig erlebt.
Daraus resultiert, weil die Menschen in Zeiteinheiten und Terminen denken Angst vor dem "nicht haben" zum Termin, die
Gier des "mehr haben müssen" da jedem Termin endlos Termine folgen werden, der
Neid gegen die, die offensichtlich zu Terminen stets "haben, was gemusst wird" und
Hass weil man sich im Vergleich zu diesen unterversorgt wähnt.
Oder meinst du ernsthaft, dass hier im Forum lauter Menschenhasser unterwegs sind?
In einem Staat ist das Abgabegut so knapp, dass es systemisch nicht für alle ausreichen kann. Und schon haben wir unsere Reise nach Jerusalem für alle.

Wie der Staat funktioniert verstehen wir
auch voll gut. Nur die Menschen, die darin vorkommen, bleiben rätselhaft.

Der Mensch ist nach meinem Wissen das einzige Wesen, dass eine Ahnung von
Zeit hat. Ohne eine Ahnung von Zeit kein Debitismus.

Wie so oft ein sehr wichtiger Hinweis von dir, aber es geht nicht um die Zeit die dahin trödeln kann ohne uns zu schmerzen sondern um Termine weil diese über Wert oder Nichtwert von irgendetwas entscheiden.
Muss ich etwas nicht haben - zum Bleistift Gold - hat es für mich keinen Wert und es gilt "Gold ist Müll".
StZM/GZ sollte ich besser haben um meine Termine von Staatsseite abzuwehren.
Wir wissen auch aus Erfahrung und Sozialisation in einem ZMS (wir sind die Masse der Ohnmächtigen), dass neben den ganzen üblichen kleinen und mittleren Terminen immer wieder auch richtig hässliche Termine in unsere familiäre Welt geraten, zu denen wir "haben müssten" was wir definitiv "nicht haben können" und somit „nicht haben werden“.
Da wir uns durchaus ängstlich vor diesem "zum Termin nicht haben können" schützen wollen, wenn wir nicht gerade unbedarft wie Jesus durch das Leben trotteln, sind wir ein wenig (oder ein wenig mehr) gierig unterwegs und geraten beim Vergleich mit anderen vorteilhafter versorgt erscheinenden Menschen in Neid und im ungünstigsten Fall in Hass.

Der Mensch ist auch
das einzige Lebewesen, dass „Ismen“ konstruiert, sich also seine
Haltung zum Dasein selber zusammenbastelt und seine Lebensweise total
flexibel auf den vorherrschenden „Ismus“ einstellt.

Das bringt unsere Sprache nun einmal so mit sich.
Dem Oblomow seine Kriegeraffen lassen, wenn man mal die propagandistische Schnitttechnik und das teils reißerische Sprechen und Interpretieren ignoriert, durchaus auch so etwas wie Clan-ismus bei den Affen erkennen (ok, die rein interpretierte Spiritualität ist dann doch eine Schippe zu heftig).

Wenn der
vorherrschende Ismus den Menschen Gier, Asozialität und Eigensinn
abverlangt, dann sind sie eben gierig, asozial und eigensinnig.

Ganz genau. Oben begründet und einfach zu verstehen und fast ohne Begriffe wie ZMS und Machttheorie erklärt.

Wenn der
vorherrschende Ismus den Menschen Gottesfurcht und Unterwürfigkeit
abverlangt, dann sind die Menschen eben gottesfürchtig und unterwürfig.

Das ist im Prinzip auch nichts anderes. Ob ich nun Gott fürchte oder einen drohenden Termin vom Machthalter ist egal.
Bei der Bedienung der Urschuld und der Beschaffung von Abgabemittel sind alle Optionen erlaubt, da unser verankerter Überlebenswillen halt ziemlich heftig ist.

Und wenn der vorherrschende Ismus von den Menschen verlangt mit "Heil
Hitler" zu grüßen, dann grüßen sie mit "Heil Hitler".

Oder eben das Weglassen bestimmter Wörter oder Wortgruppen wie "hab dich lieb" oder "schön, dass du da bist" oder "du bist gut wie du bist" und all die anderen in BRD voll gefährlichen Sachen.

Ich weiß zwar nicht genau, wie lange irgendwas laufen muss, damit es ein
Selbstläufer ist, aber vielleicht wäre der Sozialismus viel länger
selbst gelaufen, wenn er nicht in direkter Konkurrenz zum Kapitalismus
gestanden hätte und vielleicht hätte sich der Feudalismus viel schneller
totgelaufen, wenn er in Konkurrenz zu einem anderen Ismus gestanden hätte.

Da müssen wir noch einmal extra drüber diskutieren.
Das bisher geschriebene wird immer gruseliger.
Sozialismus war eine Fehlkonstruktion, die nicht hätte länger laufen können, da die Substanz so aufgebraucht war, dass die Masse das Vertrauen in das System verweigerte (wegen Verweigerung von Privateigentum = Machtzession von dumpfen Machthaltern).
Der Feudalismus lief so lange, bis die bestehenden Machtstrukturen so erodierten, dass die Massen auch das Vertrauen in das System verloren.
Im Kapitalismus vertraut die Mehrheit der Individuen irgendwie auf bessere Zeiten oder wenigstens auf ein Halten des jetzigen Lebensstandards und lügt sich bei der Systembetrachtung die Hucke voll.
Viel spannender ist die Frage, warum der offensichtlich gut funktionierende Kapitalismus in Mesopotamien scheiterte und so lange in der Versenkung verschwand.

Und der Kapitalismus läuft nur weiter, weil er zurzeit keinen
konkurrierenden Ismus hat.

Sozialismus 2.0 steht vor der Tür. Diktatur der Bürokraten, Eurokraten, NWO-ler.
Alle werden arm, da wirtschaften immer weniger geht und Staat immer mehr vorn auf das drauf kleistern muss, was er hinten einreißt.

@All: Kennt eigentlich irgendjemand irgendjemanden, der sein Leben
nennenswert umgekrempelt hat, weil der den Debitismus verstanden hat?

Der dottore?
"Lasst alle Hoffnungen fahren".

Und @Bambus hat sich umgekrempelt.

Ihr Tipp, die Hoffnung fahren zu lassen, hat mir nach anfänglichen
Schwierigkeiten meine Lebensqualität sehr verbessert!!
Realität komme her, ich kann mit dir am besten!!!

Ich lebe heute auch anders als bei Start im Forum.
Das ist kein Hauruck-Ereignis sondern die Veränderung der inneren Haltung.

Normalerweise krempelt der Mensch sein Dasein nicht um, weil er irgendwas
verstanden hat. Er krempelt sein Leben erst dann um, wenn der Arsch richtig
auf Grundeis geht.

Nein. Jeder veränderte Gedanke führt zu einem anderen Schicksal.

Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden Worte.
Achte auf Deine Worte, denn sie werden Handlungen.
Achte auf Deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten.
Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden Dein Charakter.
Achte auf Deinen Charakter, denn er wird Dein Schicksal.
Talmud

Liebe Grüße
Silke


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