Eine undifferenzierte Analyse und eine Ahnung

Ostfriese, Mittwoch, 12.09.2018, 17:45 (vor 750 Tagen) @ Phoenix54621 Views

Hallo Phoenix5,

ich möchte die Herangehensweise


Um das Grundprinzip des Debitismus nicht allein anhand abstrakter
historischer und ökonomischer Abläufe zu erahnen, sondern wirklich
verstehen zu können, bin ich von der Beschreibung der komplexen
Verflechtungen zwischen Staat, Zentralbank, Geschäftsbank und Publikum
großteils abgerückt ...

von Paul C. Martin und Deine

... und erkläre die realen wirtschaftlichen Abläufe, so
wie sie also tatsächlich stattfinden, anhand von geschäftlichen
Beziehungen zwischen Privatpersonen und hoffe, dass daraus ersichtlich
wird, wie Paul C. Martin den Faden zur Machttheorie logisch weitergesponnen
hat.

in einen etwas größeren Zusammenhang stellen und kurz vergleichen.

– In der Mathematik hat sich die komplexe Funktionentheorie im 19. Jahrhundert auf der Grundlage zweier unterschiedliche Voraussetzungen entwickelt. Bernhard Riemann baute seine Theorie mithilfe der Differenzialrechnung und Integralrechnung auf, während Karl Weierstraß unendliche Reihen in den Mittelpunkt seiner Betrachtungen stellte. Zu guter Letzt erwiesen sich natürlich die erzielten Ergebnisse mit den verschiedenen Ansätzen als völlig äquivalent.

– Etwas Ähnliches sehen wir in der Quantenphysik. In dem bemerkenswerten Buch 'Skurille Quantenwelt' schreibt Silvia Arroyo Camejo im Alter von 20 Jahren auf der Seite 123: "Die Schrödinger-Gleichung, welche die den Zustand eines Quantenobjekts beschreibende Wellenfunktion enthält, ist eine der Matrizenmechanik Heisenbergs äquivalente mathematische Schreibweise." Die Gleichung selbst ist wohl intuitiv entstanden und nicht direkt herleitbar.

– Ich denke, dass Du in Deinem Text eine subjektorientierte – ausgehend von den Individuen und den Instanzen, in denen sie wirken – Darstellung des Debitismus vorlegst. Du sprichst ja selbst davon, dass Du "die realen wirtschaftlichen Abläufe, so wie sie also tatsächlich stattfinden, anhand von geschäftlichen Beziehungen zwischen Privatpersonen" erklären möchtest. Deine Vorgehensweise führt dann selbstverständlich zur Machttheorie von Paul C. Martin, die ja letztendlich der Kern des Debitismus ist und die meiner Ansicht nach schon das Studium von Relationen und Strukturen – also objektorientierten Betrachtungsweisen – beinhaltet. Mir persönlich gefällt die subjektorientierte Herangehensweise nicht so sehr, ich denke lieber in Relationen und Strukturen, die mir auch länger in Erinnerung bleiben. Darüber hatte ich in dem Beitrag am 30.08.2018 einige Ausführungen gemacht. Ich denke, dass es vergeblich ist, die zu Fleisch gewordene geistlose Materialität der Platzhalter in der Deutschen Bundesbank, in dem 'Goldseiten-Forum' und des schon im Gelben zitierten Mitglied des Vorstandes der CDU/CSU-Bundestagsfraktion ("Mir ist jedenfalls kein Beispiel auf diesem Globus bekannt, wo Verschuldung zu Wachstum und Beschäftigung geführt hat. Das Gegenteil ist richtig.") und sonst wo überzeugen zu wollen. Vergiss es!

Ich ahne, dass es zukünftig die Aufgabe der kenntnisreichen Debitisten ist, die eine Generation jünger sind als ich, die funktionale Analyse der harmonischen und disharmonischen Schwingungen im Raum der Verschuldungen (der Potenziale), der ja auch der Raum des Geldes ist und nur zeitlich begrenzt zur Verfügung steht, zu untersuchen. Der Goldene Schnitt begrenzt die Dauer aller Bewegungszustände der Märkte unabhängig vom gegenwärtigen Geschehen. @Ashitaka: Die EMAs sind der Schlüssel zu allem.

Eine theoretische Begründung der auf der Fibonacci-Reihe gegründeten EMAs ist mir nicht bekannt. Ein Finanzberater endet mit den Sätzen: "Ich wette mit Ihnen: Millionen von Börsianern weltweit, schauen täglich auf den MACD. Und Millionen wissen nicht, was sie da betrachten (oder über was sie schreiben)."

Was nicht ist, kann ja noch werden.

Gruß â€“ Ostfriese


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