Durch den Verkauf nicht aber durch die folgende Refinanzierung + Neukreditvergabe durch die GB's/MFI's

Silke, Samstag, 15.09.2018, 11:26 (vor 688 Tagen) @ Phoenix53955 Views
bearbeitet von Silke, Samstag, 15.09.2018, 11:36

Lieber Phoenix5,

schöne Frage, schöne Quelle zum Nachdenken.
"Erhöht sich am Ende die Giralgeldmenge durch den Verkauf von Staatsanleihen an eine Bieterbank: Ja oder Nein?"

Nicht durch den Verkauf sondern durch die folgende Refinanzierung + Neukreditvergabe durch die GB's/MFI's indem die Titel bei der ZB hereingenommen werden und ZB-Guthaben entsteht, das als Mindestreserve für 98 % neues Giral (Buchungen von Geldeinheiten) dient.
Können die GB's/MFI's damit Kredite vergeben haben wir Inflation, wenn nicht haben wir Deflation.
Richtig oder richtig?

ZB-Guthaben ist nicht gleich ZB-Guthaben (Deshalb ist es auch nur ZB-Guthaben und kein Geld, aber egal).
Geldschöpfungsprozess und Staatshaushalt sind getrennte Mechanismen, die sich nicht tangieren dürfen - sonst haben wir Direktfinanzierung.

Das ist die einzige Frage, die interessiert.


Schon gut.[[zwinker]]

Hier die Bilanzierung, so wie ich sie auch sehe:
https://wiki.piratenpartei.de/AG_Geldordnung_und_Finanzpolitik/Wie_Staatsanleihen_funkt...

Da sind Fehler drin.

"Die Banken bezahlen nun dem Staat die Staatsanleihe in Zentralbankgeld auf das Staatskonto."

Wie denn dieses?
Schleppen sie Bares hin?
Erhöhen sie das ZB-Guthaben?
Nein, sie bezahlen die Anleihen mit Giral (Buchungen von Geldeinheiten), weil sie nur dieses haben.

Wenn du sagst, dass sich dadurch die Giralgeldmenge am Ende nicht erhöht,
dann hat der Debitismus ein Problem: Er kann dann nämlich nicht erklären
woher die Inflation kommt.

Staatsanleiheankauf mit Giral -> Refinanzierung der Anleihen bei ZB zum Nominal mit Abschlag -> Davon können 98 % als neue Kredite ausgereicht werden

Neukredite (und nur diese) = Inflation.

Falsch gedacht?

Liebe Grüße
Silke


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