Vorsicht: Einlagen sind Passiva - aus der Sicht der Bank!

paranoia, Die durchschnittlichste Stadt im Norden, Freitag, 14.09.2018, 16:47 (vor 662 Tagen) @ Mephistopheles4062 Views

Hallo Mephistopheles,

da ist Dir ein Übersetzungsfehler unterlaufen:

Sobald der Kreditnehmer das Geld ausgibt (etwas kauft) und diese Geld bei
einer Bank landet, entstehen dort Einlagen, sog. Aktiva der Bank. Das gilt

Einlagen sind Passiva.

Es passieren zwei Dinge, die im Rechnungswesen mit einer Buchung erledigt werden (wenn ich mich Recht erinnere!) und damit erfolgsneutral sind.

Erstens hat die Empfängerbank plötzlich und unerwartet Geld auf ihrem Konto bei der Zentralbank. Dieser Anstieg ihres Zentralbankguthaben macht sie reicher.

Leider ist das Geld nunmal nicht für die Empfängerbank direkt bestimmt, sondern für einen ihrer Kunden. Bei dem steigt durch die Überweisung der Saldo des Girokontos. Das Guthaben des Kunden steht in der Bankbilanz aber auf der Passivseite. Das Kundenguthaben bedeutet eine Verbindlichkeit für die Bank.

Nur so der Vollständigkeit halber:
Wenn dieser Kunde bilanzieren muss, dann steht dieses Guthaben in seiner Bilanz auf der Aktivseite. Für ihn bedeutet das Bankguthaben einen Vermögenswert.

--
Ich sage "Ja!" zu Alkohol und Hunden.


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