"Es ist nicht wichtig, wie langsam du gehst, sofern du nicht stehen bleibst."

Silke, Freitag, 11.08.2017, 01:17 (vor 1174 Tagen) @ Zarathustra3144 Views
bearbeitet von Silke, Freitag, 11.08.2017, 02:15

Lieber Zara,

als ich meine (ganz ehrlich und ernsthaft gemeinte) Staatsfeindschaft "Der Staat ist nicht die Lösung sondern das Problem" signalisiert habe war doch noch alles in Ordnung?!
Die Methode der "Kontrastverstärkung" ist schon hart und mir nicht nachvollziehbar aber du hast dich doch sehr gut geschlagen.

Leider bist du wirklich in untaugliche Vergleiche geraten (atomisierte vereinzelte Menschen in einer amorphen Masse sind kein Schwarm - nirgends und niemals - sie können keine einzige Schwarmregel einhalten sondern sich eben nur an einem Zentralprinzip ausrichten, wenn die Segmente zerstört sind oder müssen sich anarchisch neu finden) kann man da nicht einfach einräumen - "ok du hast dich da etwas verrannt so wie ich mit meinen ganz früheren Posting‘s über die Liebe und Mutter Natur - ich habe halt gesucht, gehofft und war sehnsuchtsvoll". Das kann in der Realität unerwartetes Potential freisetzen oder richtig schief gehen.

Also lass uns doch einmal schauen, ob da nicht doch noch zusätzliches Potential bei dir nutzbar ist - es ist ja da (klug, viel belesen, viel durchgemacht, viel gesehen, sich in der anarchistischen Ecke positioniert, bekennender Staatsfeind, aber eben leider mit falschen Hoffnungen unterwegs - mit Kryptocoins zwingen wir die Staatsmacht in die Knie - die sagt danke und besteuert und beschlagnahmt wie sie den GEZ-Zirkus durchzieht.
Merke:"Der erste Verzicht einer Macht auf den notwendigen Einsatz ihrer Machterhaltungsmittel impliziert ihren todsicher abfolgenden Untergang! @Tassi.
Wer das Dreifachmonopol berührt sollte mächtig genug dazu sein. Machtstrukturen in der heutigen Zeit zentralisieren sich aber und fusionieren, wandeln sich.

Der Feind in der von @Ashitaka beschriebenen Wirklichkeit wird ja klar benannt "Zentralmachtsystem" und ist jetzt nicht so fern von deiner dazu gehörigen Simulation, dem "Staat" entfernt.
Man muss sich ja nicht so mögen, um in einer wichtigen Sache trotzdem gemeinsam voran zu kommen. Bei @Kurt ging es doch auch.

Obwohl es in seiner Vollumfänglichkeit nicht einfacher geht, ohne zu
verfälschen...
Wie wäre es mit einer Analogie aus Zeiten, in denen das Wissen noch

nicht

so weit verdichtet wurde (der @dottore hat die Machttheorie mit all

ihren

Facetten nie fertig ausformuliert - insbesondere nicht den Aspekt der
Simulation - er sprach richtigerweise von zu lüftenden Schleiern, hat

den

letzten aber liegen lassen so wie Heinsohn/Steiger schon den vorletzten
unberührt ließen.)
"Ein
Regime-Wechsel bedeutet nicht, dass ein "neuer" Staat entsteht. Der
Machtapparat (Armee, Waffen usw.) wechselt nur die Farben.
"
@dottore
übertragen auf die ZMS-Problematik:
"Ein Staatsbankrott/Staatsformwechsel bedeutet nicht, dass ein neues

ZMS

entsteht. Das bestehende wechselt nur die Farbe (die Phänomenologie
ändert sich - das Wesen bleibt unberührt)."


Hallo Silke

Während Ashitaka und Du den Begriff Zentralmacht hunderte male ins
Spiel brachtet, nutzte ihn der Dottore im DGF anscheinend kein einziges mal
(mehr?).

Ja, da hat @Loki Recht, das ist eine Nebelkerze.
Auf den Inhalt des geschriebenen Textes solltest du möglichst unterstützend eingehen (wir ziehen alle am gleichen Strang hier im Forum, auch wenn der eine den anderen mal tritt), den Versuch einer Analogie um anderen Menschen zu helfen.
Tauschmärchen wurde hier im Forum entlarvt.
Nettogeld nur noch in unbedeutenden Resten liegt in Schatzkammerruinen.
Rolle der Edelmetalle und de Goldstandards wurde im Forum klargestellt
Zins-(1,3,4,5)banalität (zum entscheidenden Zins 2 = Abgabe/Tribut/Zinnß) wurde erklärt.
Jetzt heißt es doch, auch noch die Vorstellungen zur Machttheorie auf- und auszubauen ist doch erstrebenswert (die Eigentumsökonomiker wie Heinsohn,Stelter und einige Foristas können das nicht leisten).

Sämtliche verwendete Begriffe sind aus der ethnologischen, anthropologischen geschichtlichen, ökonomischen u.a. Literatur bekannt.
Auch der @dottore verwendete sie und du willst doch nicht ernsthaft dem EWF ein anderes Wesen zuordnen als dem DGF.
Aber btw. warum hatte er die Begriffe den ab einer bestimmten Zeit nicht mehr so verwendet? Vielleicht weil er mit Zuwachs an Erkenntnis feststellen musste, dass weder König, Tyrann noch Staat mit Evolvierung des angeschobenen ZMS noch Handlungsspielräume hat, nur noch nicht souverän im ZMS agieren kann, genau so gezwungen ist wie die Masse und die verbratenen Ressourcen, die sinnlos für den Machtkreislauf drauf gehen.

Bevor mir klar wurde, dass die Macht überall im System (Organismus) sitzt
und der Begriff keinen Sinn ergibt, benutzte ich ihn auch noch.

Eine polarisierte menschliche Masse Machthalter<->ohnmächtige Masse ist kein Organismus sondern Resultat von in ihrer Stärke hin und her fluktuierenden Machtverhältnissen, in denen den Akteuren ihr Agieren per Machtzession, per Be- und Entmächtigungen eingeräumt wird oder eben nicht.

Eine segmentäre Gesellschaft mag ein Organismus sein, die wurden ja aber bekanntlich weltweit innerhalb von ein paar tausend Jahren zerschlagen in einzelne, selbständig lebensunfähige Elemente, über die sich das ZM-Prinzip in Form von Staatssimulationen schob. Ohne die Simulation wäre das ZMS überhaupt nicht aufbaufähig gewesen.

Mit Versprechen und Gewalt wegnehmen um weniger zurückzugeben und die Versprechen nicht halten – und das alles weil alle in diesen Strudel geratenden Personen und Ressourcen mit Schließung des Machtkreislaufes nicht mehr anders können, wenn er nicht unterbrochen wird.
Bei Unterbrechung implodieren augenblicklich alle Rechts- und Handlungsspielräume mit Verlust des zugehörigem Zeitaufschub's zwischen real vor ZMS-Installation eintretender formloser und allumfassender Gewalt oder Verschiebung derselben in die Zukunft unter ständiger Opferung von Menschlichkeit und gewaltigen und wachsenden Kollateralschäden. Das hätte doch jeder schon am Anfang durchschaut und nicht akzeptiert, da jede kommende Generation eine Ladung mehr Unmenschlichkeit, einen immer gewaltigeren Ressourcenschwund hinnehmen muss.
Das könnte man mit einem starken Gemeindewesen bekämpfen, aber die Menschen befinden sich im Sog des ZMS (Zeit, Energie, Ressourcen, Überzeugungen usw.) und verstehen es nicht einmal.

Die Welt ist so aufgeschuldet (jeder lebende Mensch bedeutet Urschulden, jede Unternehmung und jede juristische Person bedeutet Vorfinanzierung, Nachschuldnerjagd und irgendwann Dreck wegmachen)
Wenn du die heutigen Diskussionen anschaust wird in einer globalisierten Welt über Nationalstaaten und ihre Geschichte, Mauern und neue Führer gestritten. Da kann man doch nicht mit der ZMS-Erklärung schweigen.

Lies dir bitte einmal dieses Posting und 1-2 davor/danach durch.
"Gefangen in der Passivität"
Es hat den Vorteil, dass hier ein anderer als du aushalten muss, der das auch sehr gut macht.
Zitate wie:
"Nichts hat sich geändert, außer die Tatsache, dass sich das Zentralmachtsystem über vielseitige (finanzielle, militärische, rechtliche, steuerliche) Integrationsprozesse und Staaten überwindende Standards/Verträge weiterentwickelt (fusion). Die Währungssysteme sind zunehmend transfertechnisch und auswertungstechnisch (Swift) aneinander gekoppelt, ebenso wie die Geldpolitik der Theaterbuden (Zentralbanken) heute über Beratungsgesellschaften/Kanzleien und deren gern verschwiegene Datenverarbeitungsfähigkeit gesteuert wird. Ähnlich dem Trading der durch die Welt geschobenen Geldsummen an den internationalen Finanzmärkten durch die großen Fonds/Institute. Man stelle sich nur die Systeme der richtig fetten Kanzleien vor, ein Milliardengeschäft. Big Data der Kanzleien/Dienstleister ist in der Geldpolitik seit dem Jahrtausendwechsel nicht mehr wegzudenken. Meine Branche hat dies in der Produktentwicklung auch völlig auf den Kopf gestellt."

"Öffentliches Recht ist in Bezug auf die Begrenzung der Zentralmacht eine Illusion. Recht wird gesetzt. Und beim Thema Zentralmacht geht es, wie schon mehrmals beschrieben, nicht um eine Willenszentrale in Hinterzimmern. Das Graviationszentrum, welches Johann erklärte ist rein potentieller Natur, die jeweiligen Machthalter (Aktivisten) sind belanglos, austauschbar. Trump, Putin, Merkel etc. sind Schauspieler einer politischen Richtung bzw. Richtungslosigkeit."

"Es geht nicht um Akteure, sondern um Potentialstrukturen, die Akteure erst aktiv machen. Der Ursprung aller Macht ist das Wort, die Ausrichtung einer Anzahl von Gehörigen und ihre fortane Umkreisung des Wortes als eine ordnende Vorstellung der Welt. Es fing mit der Gefolgschaft an und hört beim völligen Verlust der Realität auf (Simulationstheorie).
Elon Musk hat es doch fabelhaft auf den Punkt gebracht."

treffen ganz gut, worum es mir geht.

Tempi passati!

Das hoffe ich doch...
Leonard Cohen - Anthem

Liebe Grüße
Silke


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