Ein souveräner Staat

nemo, Mittwoch, 09.08.2017, 14:56 (vor 1173 Tagen) @ Otto Lidenbrock3586 Views
bearbeitet von nemo, Mittwoch, 09.08.2017, 15:00

müsste nach außen wirtschaftlich unabhängig sein und nach innen demokratisch. Das trifft jedoch auf keinen Staat zu, den ich kenne. Das liegt zum einen am Zwang des Geldsystems und zum anderen am Fehlen echter demokratischer Strukturen. Alle Staaten sind daher gezwungen nach außen zu konkurrieren und nach innen zu herrschen.

Ab einer bestimmten Größe des Staates – denn der entstand ja erst aus dem Zusammenschluss oder der gewaltsamen Übernahme von Gemeinden und Ländern – ist es notwendig zu herrschen und Macht auszuüben. Je größer der Staat, um so mehr Zwang muss er ausüben. Das sehe ich als Ursache für die Unterwerfung. Das heißt, in den kleinsten Staaten gibt es die meiste Freiheit. Wirkliche Freiheit gibt es danach nur in Stämmen oder Gemeinden, die ihre Angelegenheiten auf soziale Weise selber regeln.

Es braucht keine Naturkatastrophen und gewalttätige Tyrannen, um ein Zentralmachtsystem zu schaffen. Es ist einfach eine Frage der Mathematik und der sozialen Struktur. Deswegen halte ich das Gerede von Demokratie auch für Unsinn, denn demokratische Verhältnisse können nur in einem überschaubaren sozialen Rahmen entstehen. Dazu müssten die Staaten aufgelöst werden und alle Grundrechte wieder an die Gemeinden übergehen. Diese Gemeinden wären dann wieder souverän, das heißt selbstbestimmt.

Gruß
nemo


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