Wagenknechts Interview genauer betrachten

Monterone, Dienstag, 08.08.2017, 10:19 (vor 1171 Tagen) @ Monterone4566 Views

Von den Links, die Du hereingeklatscht hast, wird Deine Ansicht lediglich
durch Sarah Wagenknecht bestätigt, die der BRD tatsächlich den
demokratischen Charakter abspricht.

Wagenknecht: ... darf die Wirtschaft nicht den Renditejägern überlassen bleiben. Konzerne und Großbanken müssen vergesellschaftet werden. Dort, wo die Wertschöpfung sich schon aus technologischen Gründen in riesigen Unternehmen konzentriert, begründet Privateigentum gesellschaftliche Macht. Heute können Großanleger und Kapitaleigner der Bevölkerungsmehrheit ihre Interessen diktieren. Der Shareholder-Value ist wichtiger als das Lebensschicksal von Millionen.

https://www.welt.de/print-wams/article612875/Die-Bundesrepublik-ist-in-ihrer-Substanz-n...

Mit dieser Analyse liegt Wagenknecht voll auf meiner Linie. Allerdings kann sie es sich gar nicht erlauben, den nächsten und entscheidenden Schritt zu tun: die Demokratie als globalistische Gelddiktatur zu bezeichnen.

Würde sie sich so äußern, fiele über ihrer poltischen Karriere der Sargdeckel zu!

Neben den vom IMT verankerten Dogmen zur Zeitgeschichte, Israel, Migranten, Ausländern, Multi-Kulti und Frauen gibt es in unseren ach so freien Zeiten noch eine andere Tabuzone, die man nicht verletzt, ohne existenziellen Selbstmord zu begehen, die Demokratie als über allem stehende, gottgleiche Sache.

In der gesamten westlichen Wertegemeinschaft gilt das ungeschriebene Gesetz, die Demokratie niemals mit Negativem in Verbindung zu bringen.

Im alten Rom galt das Motto *de mortuis nil, nisi bene*, über die Toten soll man nicht reden und wenn, nur Gutes.

Die neuzeitliche Variante dieses Satzes lautet *über die Demokratie darf nur Gutes gesagt werden*.

An dieses Gebot hat sich auch Sahra Wagenknecht gehalten, im Sinne eines biblischen *Du sollst den Namen Gottes nicht verunehren*.

Wir aber sind in diesem Punkt sehr viel freier als Wagenknecht und können versuchen, ein realistsiches Bild von der real existierenden, nicht etwa in rauschhaften Träumen zusammenphantasierten Demokratie zu zeichnen.

Monterone


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