Wer von "westlichen Demokratien" schreibt,

MausS, Montag, 07.08.2017, 16:01 (vor 1178 Tagen) @ Lechbrucknersepp5319 Views

schreibt von etwas, was zumindest ich für nicht existent halte, dass @Monterone hier, stets konkret belegt, demaskiert (das wird von den Zivilisationsgläubigen dann als "runtergemacht" empfunden) und dessen Wortgebrauch die "alten Griechen" in ihrer Gräbern rotieren lässt.

Ich versuche es mal ganz logisch anzugehen. Dafür bräuchten wir eine
gemeinsame Basis für weitere Überlegungen.

Könnten wir uns auf folgenden Grundsatz einigen?

Westliche Demokratien haben ihre Probleme, da sie von Interessensgruppen
tendenziell in bestimmte Richtungen gelenkt werden.
Die Schweizer Demokratie steht hier im Vergleich immer noch am besten da
oder ist zumindest vorne mit dabei, da das Volk viel zu sagen hat.

Diese Bande ist (allerdings nur derzeit noch!) zumindest am wenigsten zerstritten.

Und könnten wir uns auch auf folgenden Grundsatz einigen:

Faschismus, Kalifat, Anarchokapitalismus, Judge-Dredd-Staat,
grenzenloser Nicht-Staat, Ökodiktatur, Kommunismus haben auch ihre
strukturellen Probleme, daher kommt es schon darauf an, mit was die
Demokratie ersetzt wird, die wir haben.

Wir haben keine Demokratie.
Allgemeines Wahlrecht = keine Demokratie, sondern Herrschaft des Pöbels.
Und zwar des Pöbels im Sinne von sozialem Abschaum, und aus allen(!) sozialen Schichten und "Klassen" -

Zivilisation in ihrer allerhöchsten Vollendung!

Und auf diesen:

Im internationalen Vergleich steht Deutschland vom Lebensstandard her
gut da. Die Schweiz noch besser.

Kommt ganz auf die Definition von "Standard" und die Art und Weise des Vergleiches an.
Aus Deiner Sicht: [[top]]

Und auf jenen:

Es mag legitime Kritikpunkte gegen westlichen Demokratien geben. Aber
auch gegen ein Musel-Kalifat, in dem eine vergewaltigte Frau wegen
Fremdgehens gesteinigt wird, mag es den einen oder anderen Kritikpunkt
geben.

Aus meiner Sicht gibt es unendlich viele Kritikpunkte an jeder Art von zivilisatorischem Dasein.
Du dagegen bist lediglich auf der Suche nach dem kleinsten Übel.

Ich lehne jede Form von Zivilisation und Gesellschaft ab, arrangiere mich lediglich notgedrungen (da ungefragt hineingeboren) damit.
Dir gefällts im Großen und Ganzen, aber Du willst es aus diversen, mir aus Deiner Sicht heraus verständlichen Gründen, optimieren.

Das nun liegt mir hingegen fern.

Es ist wie es ist, und es passiert, was passieren muss.
Ich bin für mich und die Meinen verantwortlich - und nicht für die Anderen oder gar die Welt.
Ich muss nichts lösen oder gar retten, zu dem mir niemand einen Auftrag gegeben hat, der vor meinem eigenen Gewissen Bestand hätte.

Diesen Wahn leben schon genug mir völlig fremde Menschen!
Das wird ganz sicher reichen, alles Gesellschaftliche mit in den Untergang zu reißen -
mithin also den normalen Gang des zivilisatorischen Irrsinns gehen zu lassen.

Stimmst Du diesen Aussagen zu, wären wir ein gutes Stück weiter. Gilt
auch für @Monterone.

Da, so denke ich, werden wir uns wohl nie richtig einigen können.

Vielleicht reicht es jedoch wenigstens, die Haltung des Gegenüber zu erkennen und zu akzeptieren.

Meinen diesbezüglichen Segen jedenfalls hast Du!

Denn wenn ich eines nicht vorhabe, dann ist es das, Dich von meiner Sicht bzw. Denkweise oder meinen Erkenntnissen zu überzeugen.

Das müsstest Du dann schon selber tun - falls Du es denn jemals überhaupt wölltest.
Ich werde auf diese Mühe jedoch ganz sicher verzichten!

Beste Grüße [[herz]]

MausS

--
"Der Tod der Menschheit ist nicht nur ein denkbares Ereignis, wenn der Sozialismus triumphiert, sondern er stellt das Ziel des Sozialismus dar."
Igor Schafarewitsch, 1980


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