Also, geht doch.

nereus, Montag, 18.02.2019, 08:02 (vor 611 Tagen) @ Silke3676 Views

Hallo Silke!

Du schreibst: Der Wert (Verhältnis) wird durch den Preis (konkrete Zahl) ausgedrückt.
Zwei Vertragspartner stellen ihre Vorstellungen vom Wert einer Sache/Leistung/Anspruch zusammen und bilden eine konkrete Zahl ab in der das zu vereinbarende Zahlungsmittel vorgezählt und übereignet werden muss, damit ein gültiger Kaufvertrag zustande kommen und erfüllt werde kann.

und

Die Preisfindung ist der Versuch, von potentiellen Vertragsparteien, Bewertungen zusammen zu bringen.

Aha, zwei (oder mehr) Vertragspartner stellen ihre Vorstellungen vom Wert einer Sache/Leistung zusammen.
Also messen sie dem "Gut" bereits einen Wert bei auch wenn dieser Wert/Preis unterschiedlich hoch sein mag.
Die Preisfindung ergibt dann nur noch einen Wert auf den sich ggf. alle einige können (Basar), was aber nicht immer funktioniert bzw. funktonieren muß.
DAS ist der Punkt um den es geht.

Und wenn potentielle Vertragspartner ihre Wertvorstellungen zusammen bringen , dann existiert dieser Wert bereits - denn nichts kann ich nicht zusammenbringen - nur ist noch kein Niveau erreicht, wo sich die Parteien einig zum Geschäft werden.

Der Preis setzt also nicht den Wert an sich in die Welt, sondern der Preis ermöglicht erst einen theoretischen und eventuell auch praktischen Vertragsabschluß, denn wenn Menge und Preis nicht definiert sind, wird das ganze Geschäft sinnlos.

Daher bleibe ich meiner Annahme, Wert entsteht nicht durch die Preisbildung, sondern eine Preisbildung kann nur entstehen, wenn ein Wert exisitiert oder zumindest unterstellt wird.

Urban Legend der Goldbugs.
Da müsstest du schon wenigstens ein griffiges Beispiel anbieten.
Wenn du dich in nichtstaatlichem Terrain mit Goldnuggets entschulden willst werden sie dir einfach weggenommen, wenn der andere die bessere Waffe hat oder du musst sie gar nicht hergeben wenn du die bessere Waffe hast – genauer braucht keiner von euch den Nugget, weil ihr ja eure Sache mit dem zeigen und benutzen der Waffen abmacht.

Das ist die Logik mit der Brechstange.
Mit dem Argumenten - mit Waffengewalt kann ich alles niederzwingen - brauchen wir keine Diskussion mehr über Geld, Geldersatz und Bezahlvorgänge führen.

Edelmetallpreise in der Krise.

Sie gehen auf Null.
Die Verschuldungsorgie ist nicht einmal das Problem. Ohne Schulden „geht ja bekanntlich nichts“ und den Schulden steht ja das Vermögen und die Komplexität, also die Verteidigungsfähigkeit des verschuldeten Systems „Menschheit“ gegenüber, das vom Beutetier zum Predator evolviert ist.
Sie muss nur gehändelt werden und das gelingt, wenn auch etwas holprig, doch erstaunlich gut für die Größenordnungen, von denen wir heute sprechen müssen – wir gewinnen Zeit und zahlen dafür einen hohen Preis.

So ändern sich die Zeiten
PCM beschwor in den Achtzigern den künftigen Staatsbankrott und Anfang der 2000er prognostizierte er einen Rückfall ins finsterste Mittelalter, eben wegen der unbezahlbaren Schulden.
Und jetzt kommt seine "treueste Schülerin" und sagt, eigentlich ist das alles kein Problem.
Und 1986 hat der US-Präsident in einer Zukunftsschau noch seine US-Schulden mit einer Feinunze bezahlt - während die Exzellenzen aus Drittweltstaaten wegen Einbruch ihres Podiums oder ihrer Balustrade in die Tiefe rauschten [[lach]] - und jetzt wird die Unze in der Krise für wertlos erklärt.

Nun denn.
Eines muß man dem Debitismus allerdings lassen - er er ist sehr gestaltungsfähig. [[zwinker]]

mfG
nereus


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