Ideal

Falkenauge, Mittwoch, 13.02.2019, 10:02 (vor 619 Tagen) @ Phoenix54835 Views

...weil es eben nicht darum geht, den Wert von Edelmetall (den es ohne
Staat nicht hat) mit dem einer anderen Ware zu vergleichen, sondern darum,
wieviel Leistung ich erbringen muss, um an ein Metall zu gelangen, dass ein
Machtsystem zur Abgabe erklärt, um der Sanktion zu entgehen. Es geht um
das "Haben müssen", d.h. letztendlich um die Relation zur Sanktion, die
mir droht, wenn ich es nicht habe. Kein Geldsystem beruht auf freiwilligem
Tausch, sondern immer auf Zwang.

Ich lese deine Texte gerne, weshalb ich glaube, dass PCM für dich ein
weiterer echter Augenöffner sein kann.

Also noch einmal: Ich habe versucht, das Ideal des Geldes vom Gesichtspunkt der Gerechtigkeit zu zeichnen, ohne Rücksicht auf das gegenwärtige Geldsystem.
Ist der Begriff der Gerechtigkeit für das Wirtschaften schon so unbekannt? Man müsste doch mal unbefangen lesen, ohne gleich in eine Theorie einzurasten, die den Blick verstellt.

Zum Wert des Edelmetalls:
Wenn ich eine Leistung erbringen muss, um an ein Metall zu gelangen, setzt das auch den Vergleich des Wertes der Leistung mit dem beigemessenen Wert des Metalles voraus. Aber das ist ja für mich ein Nebenschauplatz.

Und wenn Silke sich das Geld jetzt mal ganz wegdenkt, würde sie schon merken, dass es mit dem Tausch etwas zu tun hatte.

Gruß
Falkenauge


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