Tauschmythos

Falkenauge, Dienstag, 12.02.2019, 21:39 (vor 619 Tagen) @ Phoenix55056 Views

...den Tauschmythos des Geldes weiterkultivierst. Diese Geschichte von Geld
als universelles Tauschmittel, das sich aus dem Gütertausch
herauskristallisiert, ist eine blanke Erfindung - mehr nicht. Ebenso, dass
Edelmetalle irgendeinen intrinsischen Wert hätten. PCM hat sogar
Keilschrift-Tafeln aus Mesopotamien vorgestellt, aus denen klar hervorgeht,
dass dort Silber nur gegen Pfand herausgegeben wurde, d.h. nichts anderes
war als die Banknote heute (bloß unterschiedliches Material). Dabei
müsstest du nicht einmal so weit zurückgehen. Es würde genügen, die
Abläufe im Goldstandard 1:1 aufzuschlüsseln. Da würdest du draufkommen,
dass Gold niemals Tauschmittel war, sondern jedes Mal gegen Pfand von der
ZB ausgegeben wurde. Es gab und gibt da keinen Unterschied zum heutigen
System mit Ausnahme der Limitierung von Gold.

Beste Grüße
Phoenix5

Mein Artikel ist keine historische Herleitung des Geldes, sondern versucht, das Verhältnis von Geld und Waren aus dem Prinzip der Gerechtigkeit zu entwickeln. Er heißt daher: "Zur gerechten Funktion des Geldes". Dass das Geld heute auch den Warentausch vermittelt, kann man ja wohl nicht bestreiten.

Beste Grüße
Falkenauge


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