Gordischer Knoten

Kaladhor, Münsterland, Mittwoch, 08.08.2018, 23:44 (vor 659 Tagen) @ Dieter2095 Views

Außerdem halte ich es für vermessen, den Einfluß des Menschen in Bezug
auf vergangene und zukünftige Klimaentwicklungen derartig hoch zu spielen.

Auf vergangene Klimaentwicklungen konnte der Mensch noch keinen Einfluß nehmen, da es einfach nicht genug Individuen gab. Erst als wir eine bestimmte Menge erreicht haben, konnte es eine Rückkopplung geben. Nur mal so zur Info:
1804 wurde die 1-Mrd-Grenze bei der Weltbevölkerung überschritten, 1999 waren wir bei 6 Mrd., aktuell liegen wir so bei 7,5 Mrd. Menschen auf der Erde. Wenn man mal von den frühesten seßhaften Bauern ausgeht, hat es knapp 14.000 Jahre gebraucht, bis die Bevölkerung 1 Mrd. erreicht hat, aber nur knapp 200 Jahre, um den sechsfachen Wert zu erreichen.

Hier fehlen bislang die Beweise.
Persönlich glaube ich kaum, daß der Mensch eine derartig dominante Rolle
in unserem Universum ausübt, daß er die langen Wellen der
Klimaveränderungen gravierend ändern kann.

Er ändert ja auch nicht die Klimaveränderungen per se, aber er dürfte sie ziemlich beschleunigen durch sein Handeln. Das ist auch das eigentliche Problem, denn die Natur und sogar der Mensch selbst, ist kaum in der Lage sich schnell genug anzupassen.

Für mich ist insofern vollkommen irrelevant, was der Mensch tun kann um
eine bestimmte Klimaentwicklung in Richtung kalt oder warm aufzuhalten
zwecks Erhaltung eines derzeitigen Status.

Es wäre sicherlich nicht falsch, wenn der Mensch für jeden negativen Eingriff an anderen Stellen positiv agieren würde... um alles ein wenig abzupuffern.

Es sind also nationale und internationale Maßnahmen zu ergreifen, nicht
um einen prognostizierten Klimawandel umzukehren oder zu verlangsamen,
sondern um ihn als gegeben anzunehmen und falls notwendig dazu Maßnahmen
zu beschließen, die es der Bevölkerung erleichtert, mit dem Wandel
zurechtzukommen.

Das wird aber nicht gemacht, weil niemand bereit ist, die dafür notwendigen Opfer zu bringen.
Wollen sie den Indern erklären, dass sie nur noch alle fünf oder zehn Jahre ein Kind in die Welt setzen dürfen, und das auch nur je Ehepaar? Oder den Chinesen? Oder den Afrikanern? Oder wollen sie die Religionen global verbieten lassen, die nach dem Motto "Gehet hin und mehret euch" agieren, die Geburtenkontrolle und Verhütung vehement ablehnen? Der Westen ist völlig beratungsresistent und hat bis heute nicht begriffen, dass man Geld nicht fressen kann.

Don Quichote hatte es einfacher...

Grüße

--
Ich bin nicht links, ich bin nicht rechts, ich kann noch selber denken!


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