Lieber MausS,

Naclador, Göttingen, Mittwoch, 08.08.2018, 15:23 (vor 664 Tagen) @ MausS3042 Views

Immerhin. Aber warum bist Du Dir dann so sicher, dass der gestiegene
CO2-Gehalt der Atmosphäre sich nicht auf das Klima auswirkt / es nicht
merlich verändert?


Vielleicht weil es den anerkannten Gesetzen der Physik widerspricht und es
dafür keine belastbaren Beweise gibt?

Welchen Gesetzen der Physik widerspricht es denn?

Nein, für mich ist das eine eine Facette des anderen.

Für dich, wie Du es ja sagst. Für andere eben nicht.

Geschenkt, aber wer das eine Problem angeht, tut notwendig auch etwas gegen das andere.

Eins muss man doch aber dann auch ehrlicherweise hinzufügen:
um die "Ökokatastrophe" abzuwenden, bedarf es nicht weniger, als der
Rückabwicklung der zivilisatorischen Entwicklung.
Freiwillig sozial nicht zu vermitteln, wird sich dieser Prozess eben
unfreiwillig durchsetzen.
Wie bei allen bisherigen irdischen Hochkulturen.

Das steht zu befürchten. Sollen wir uns darum in wohlfeilem Fatalismus suhlen? Oder vielleicht mal schauen, wie wir kontrolliert unseren Energiebedarf senken und unsere soziale Komplexität herunter fahren können?

Nur weil "jede Putzfrau" beides sagt, muss nicht beides falsch sein,
oder?


Aber es kann falsch sein (die kausale Verbindung), oder nicht?

Selbstverständlich. Aber die Energie, die das atmosphärische CO2 absorbiert, muss doch irgendwo hin? Energieerhaltung? Oder zweifelst Du auch am gestiegenen CO2-Gehalt seit Beginn der Industrialisierung?

Aber die Beseitigung der genannten Übel wären gleichzeitig der

größte

denkbare Schritt zur Stabilisierung es Weltklimas. Such keine neuen

Feinde,

such neue Verbündete!


Ein zivilisatorischer Durchlauf, der gerade erkennbar zuende geht (was ich
genauso entschieden als feststehend behaupte,
wie andere die "Klimaerwärmung", ja gerade gar eine kommende
"Heißzeit"[/link] postulieren), wird in der Katastrophe seines Niedergangs
auf das "bisschen" Klima garantiert keine Rücksicht nehmen - genauer
gesagt, nicht nehmen können!

Das mag so sein. Aber vielleicht wäre es für den nächsten Durchlauf, so wir als Spezies so viel Glück haben, dass es einen solchen geben wird, ganz interessant zu wissen, ob es eine gute Idee ist gigatonnenweise fossile Brennstoffe zu verheizen?

Aber ist es denn schlechter, neue klimaneutrale Produkte zu

verscherbeln,

als neue nicht klimaneutrale? Warum?


Ich erbitte konkrete Beispiele für zivilisatorisch erzeugte
"klimaneutrale" Produkte.
Mir ist bisher nicht ein einziges bekannt!

Stimmt natürlich. Man sollte besser von "CO2-nettoerzeugungsarmen" Produkten sprechen. Papiertüte aus lokaler Produktion gegenüber Plastiktüte aus Fernost. Nicht "klimaneutral", aber sparsamer.

Genau daran wird die Unlösbarkeit des zivilisatorischen Dasasters ja
überdeutlich sichbar.

Irgendwelche Tipps für die Zukunft?

Beste Grüße

MausS

Gleichfalls,
Naclador

--
Hanlon's Razor: "Never attribute to malice that which can be adequately explained by stupidity."
Naclador's Corrolary: "Recognize when stupidity is not an adequate explanation."


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