Das große Problem mit dem Debitismus: Er produziert nur Fatalisten.

Naclador, Göttingen, Donnerstag, 16.05.2019, 09:25 (vor 419 Tagen)3405 Views

Liebes Forum,

ich habe ein Problem mit dem Debitismus in der hier entwickelten Form: Er erzieht zum Fatalismus.

Wenn man erstmal verstanden hat, wie unser heutiges Wirtschaftssystem funktioniert, und warum es so funktionieren muss, wie es funktioniert, ist es sehr schwer, sich vorzustellen, dass es möglicherweise auch anders gehen könnte. Dann bleibt einem nichts anderes übrig, als die eigene Urschuld so lange wie möglich bedienbar zu halten und auf das Game Over zu warten.

Was wir aber heute dringender brauchen als alles andere, ist eine Utopie, eine Idealvorstellung davon, wie man eine Gesellschaft in Zukunft organisieren sollte.

Wir sollten dringend damit anfangen zu überlegen, was anstelle von Schuld sonst als Antrieb für menschliches Wirtschaften in Frage käme. Alles andere ist eine geistige Bankrotterklärung. Und wir müssen das schnell auf die Reihe kriegen, weil wir nicht wissen wie viel Zeit noch bleibt. Strengt Euch an Leute, wir haben hier einen Haufen der hellsten Köpfe, die mir bisher über den Weg gelaufen sind. Wer wenn nicht wir, wann wenn nicht jetzt?!

Jeder Denkanstoß ist willkommen.

Beste Grüße,
Naclador

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Hanlon's Razor: "Never attribute to malice that which can be adequately explained by stupidity."
Naclador's Corrolary: "Recognize when stupidity is not an adequate explanation."


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