Ob das die richtige Frage ist?

D-Marker, Montag, 04.05.2020, 23:24 (vor 572 Tagen) @ CalBaer1066 Views

Du bist für mich hier einer der besten strategischen Analysten, warst, so weit ich mich erinnern kann, hier der Zweite, der eine Bitcoin-Signatur hatte.

Wie richtig Du lagst…

Die Überschriften Deiner Frage und meiner Überschrift, und meiner folgenden Antworten in Deinem Post erklärt sich am Schluss dieses Beitrages.


Ich mache es schriftmäßig fett.

Dazu arbeite ich den Inhalt Deines Post ab.


(Nebenbei, auch Deine Frage nach Schutz Grippeimpfung: Noch nie hat so etwas Schutz geboten. Aber Zuversicht...)

Erst Mal zu Deiner Überschrift.

Sie beinhaltet unbewusst, dass es da Leute gäbe, die übergeordnet auf einem Fachgebiet wertvolle Hinweise geben könnten.

Dazu später.

Kurzer Abriss Geschichte.


Zitate Konz:


“Es war der englische Professor Walter Jackson Freeman, auch genannt »Jack the Brainslasher«, der - stets in chronischen Geldnöten befindlich - damit wieder anfing, nachdem der Glaube an die beflügelte Seele für einige Jahrhunderte die Kopfaufhämmerer um ihr Salär gebracht hatte.
Und dem dazu folgende hilfreiche Idee kam: nämlich zu behaupten, bei Schizophrenen genau die Stelle im Gehirn bezeichnen zu können, welche ebendiese Krankheit verursache. Anschließend wurde diesen dann über dem Auge ein keilförmiges, einem Eispickel ähnliches Instrument sieben Zentimeter tief durch die Schädeldecke ins Gehirn getrieben. Durch Kreisbewegung seines Leukotoms suchte Professor Freeman dann möglichst viel Gehirngewebe zu zerstören.
Von der Schizophrenie wurde zwar damals wie heute niemand geheilt. Doch, wie berichtet wird, litten 53% der Operierten später unter Fallsucht, der Rest ging um einige Gramm Gehirnmasse und einen Beutel voll echter Taler erleichtert wieder nach Hause. Wenn sie nicht gleich im Operationsstuhl ihr Leben ausgehaucht hatten.

Übrigens, aus der Tatsache daß die Mediziner den Menschen mehr Schaden zufügten als Nutzen, zog bereits Perserkönig Kyros I. 550 v. d. Ztr. seine Konsequenzen:
Er befahl, daß alle seine Ärzte die ersten zwanzig Jahre ihres Berufslebens in einem feindlichen Land zu praktizieren hätten...“


“ In Griechenland gab es die Priester-Heiler. Sie verstanden sich als Mittler, als Medium zwischen dem Gott Asklepios und den Patienten. Von ihnen wollten Kranke und ihre Angehörigen keine genauen Diagnosen, sondern nur Prognosen, also Voraussagen über Heilmöglichkeiten. »Von oben«, also von den Göttern, kam dann die Inspiration, die Eingebung für die jeweils notwendige Therapie. Verantwortung für ihre Behandlung mussten die Priester-Ärzte nicht übernehmen. Sie konnten sich ja auf Asklepios berufen. Das war der Stand der Heilkunst vor Hippokrates.“


So waren nicht nur die Kranken beeindruckt, es war auch damit ein erkleckliches Honorar zu erzielen - für nichts anderes als bloße Erde! Das war der Ursprung der ersten Tabletten und, in Rundform gepreßt, der ersten Pillen. Versteht sich, daß sie später noch mit Kräutern, Gold, Mineralien, Rosenöl, Essig, Wein usw. gemixt und verkauft wurden. Bis später der Anteil der Erde immer mehr zurückging und die Tabletten sich dem jeweiligen Trend der Zeit anpaßten.
Was jeweils »in« war, das wurde so lange angeboten, wie es verkäuflich blieb. Zwar hätten damals die Menschen sich auch irgendwo ein Loch graben und einfach die reinliche Erde daraus essen können - aber fürs »In-Sein« gab man ja schon immer gerne Geld her. Doch die Erde als ein Heilmittel und Medikament wurde dann doch vergessen: Mineralien, Öle, Gold und Kräuter spielten sich immer mehr in den Vordergrund.“


“ Würden Ärzte von heute doch nur das einleuchtende Gesetz ihres angeblichen Lehrmeisters Hippokrates achten: Nichts tun, wo nicht zu helfen ist. Sonst werden unerfüllbare, unwahre Hoffnungen erweckt. 9455 Denn heute gibt es keine Medikamente mehr ohne schädliche Nebenwirkungen. Wenn nicht zu heilen ist mit der Schulmedizinmethode - warum dann noch
zusätzlich die Kranken quälen und schädigen? Der Grundsatz des Hippokrates - primum non nocere (vor allem schadet nicht) - wird heute von den Medizinern mit Füßen getreten. Im Kapitel der Krebsbehandlung durch die heutigen Ärzte werde ich Dich das noch klarer sehen lassen.
Hippokrates übernahm damit ein Prinzip der alten ägyptischen Medizin mit ihren klugen Diagnosen, die der Arzt vor der Behandlung festzustellen hatte:
1. Handelt es sich um eine heilbare Krankheit?
2. Ist der Ausgang zweifelhaft? Oder:
3. Ist die Krankheit unheilbar?

So ging er kaum Risiken in der Therapie oder den Verlust seines Ansehens ein, wenn er bei den ersten beiden Diagnosen behandelte und bei der letzten jedes Behandeln zur Schädenvermeidung ablehnte.


Hippokrates weigerte sich auch zu recht, Krankheiten irgendwo zu lokalisieren oder den Sitz der Krankheit gar dort zu suchen, wo sich Schmerzen oder körperliche Veränderungen auftun. Er (besser gesagt seine Jünger, die seine Gedanken niederlegten) schrieb im Corpus Hippocraticum, daß der Kranke als ganzer Mensch krank sei. Weshalb er es als sinnlos ansah, spezifische Einzelkrankheiten zu erforschen und abzugrenzen.

Zu seiner Zeit, um 500 v.Chr., galten die Körpersäfte als Träger von Gesundheit und Krankheit.
Kranksein wurde als die Folge einer Verderbnis der »Humores«, als einer Verschiebung im Säftegleichgewicht angesehen. Daß diese Ansicht völlig verkehrt war, wie wir heute wissen, das machte nicht die Bohne.
Im Gegenteil, es wirkte sich nur zum Vorteil des Kranken aus, die Behandlung blieb somit allgemeiner, sanfter, Menschen zu gewandter.“


“Das einzelne Organ wurde damals überhaupt nicht in die medizinischen Überlegungen einbezogen. Das war eine wirkliche Ganzheitstherapie, der die Schulmedizin heute nur nachtrauern kann.“


»Hat man ihm das abgenommen?«

Nimmt man heutzutage einem Universitätsprofessor etwa nicht alles ab, was er so von sich gibt? Die heutigen drücken sich nur wissenschaftlich verbrämt aus.

Was wegen seiner nebulösen Verschwommenheit leider nur viel schwerer als hohles, nichtssagendes Geschwafel zu erkennen ist.

»Ja, heute! Heute wissen die auch viel mehr als früher«, meinst Du.

Ja, wissen tun sie mehr, aber wissen sie auch das Richtige? Denn doch nur darauf kommt es schließlich an, oder?
Wenn im Mittelalter die Ärzte einem Kranken weiße Pflanzensäfte eintrichterten, weil er bleichsüchtig war, dann konnte ihm das kaum schaden.

Wenn aber heute ein Professor die sofortige Operation befiehlt, wenn ein Patient an Krebs leidet, dann kann das dessen Leidensvergrößerung oder Todesurteil sein: weil er damit den Krebs auszustreuen hilft.

Wenn heute ein Frischzellen-Mediziner alten Menschen zerkleinertes Hodenfleisch von Schafen injiziert, um damit die Libido des betreffenden wieder zu verjüngen, wenn in unseren Tagen die Neurochirurgen Hirn eines Toten ins Hirn eines Lebenden einspritzen, dann bedeutet das nichts anderes, als die einfältigen Therapien des Mittelalters (mit diesmal wissenschaftlich klingenden Scheinargumenten) in modern aufgemachter Form zu wiederholen. Und das wird von modern denkenden Menschen den modern behandelnden Professoren wie selbstverständlich abgenommen. 2050+, 2090+

Denn nun steht ja kein ewig nach Fusel stinkender und in stets verdreckter Bekleidung auftretender Paracelsus mehr vor ihnen, sondern ein sehr gepflegter, sich sehr gewählt und unverständlich ausdrückender Gott in Weiß vor ihnen.Paracelsus nahm also eine altarabische Medizinerpraxis wieder auf, erkrankte menschliche Organe durch den Verzehr entsprechender Innereien eines Tieres zu behandeln.

Das fand in den deutschen und französischen Landen soviel Anklang, daß alle, die es sich leisten konnten, damals die Innereien von Tieren schon vorsorgehalber in großen Mengen verzehrten. So haben wir den verhängnisvollen Fleischverzehr (denk an BSE!) letztlich den Medizinern zu verdanken!

Der bei leichtgläubigen Menschen so pfiffige Gedanke des Paracelsus, daß Ähnliches das Ähnliche heilen könne, diente später dann in bekannter Form wiederum der Homöopathie als Basis ihrer Lehre. Was sich Dich erkennen läßt, wie sich geschickt formulierte Dummheit von Generation zu Generation fortpflanzt.

Später bekam Paracelsus Krach mit seinen Mediziner-Kollegen, weil er ihnen vorwarf, daß sie zu viele Mittel zusammen mixten:

»Was aber ist es dem Kranken nütz, daß ihr schrejet, ihr hättit ein gewiss Rezept, so doch nur Rezept uhnd Methodus böser geflicket ist, denn eines Bettlers Rock. Ich will ein schlicht Gewandt für den Kranken, darin er heil wird.
Die Experienz tuets und nit das Summieren und Addieren von 40 und 50 Simplicia, daß die ougen übergohn. Fuellet üech aber den Büttel voll.«

Dann stieß er seine Kollegen noch nachdrücklicher vor den Kopf (ich übersetze ins Hochdeutsche):

»Nur derjenige, der seine Erfahrungen aus der Natur erhält, ist ein Arzt, und nicht jener, der mit dem Kopf und mit erklügelten Gedanken wider die Natur und ihre Eigenart schreibt, redet und handelt.
« Leider hielt er diesen Grundsatz später selbst nicht ein. Zuerst behandelte er noch sehr einfach: Gegen fehlende Manneskräfte Urin vom Stier. Gegen entzündete Augen verordnete er das Einblasen von zerstäubtem Zebethum Occidentale, auch Menschenkot benannt.

Wie er vermied, daß seinen Patienten von solcherart Heilkunst die Augen davon aufgingen, sagte er in seinen "Artzneybüchlein" allerdings nicht. Wohl aber:

»Ich gelobe zu widersprechen aller falschen Arzeney und Lehre; keine Hoffnung auf die Meynungen der Hohen Schule zu setzen, noch auf die Doctor - Baretleins, auch denselben keinen Glauben zu geben.«“


Heute sind wir ja weiter.


Oder ist es „Irrtum auf dem neuesten Stand“?

Für Mitleser:


Heute, 04.05.2020, den Durchblick?
Oder werden es die nächsten Tage entscheiden, feix?
Zig Tausend Jahre vom Baum der Erkenntnis gefressen, heute kommt satt?

@CB

Dank für die Aufmerksamkeit.

LG
D-Marker


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