gute Landwirtschaft funktioniert auch ohne "Importe"

Freizahn, Dienstag, 07.05.2019, 21:00 (vor 464 Tagen) @ Rotti2712 Views

Moderne Landwirtschaft lebt immer von "Importen", zumindest auf
betrieblicher Ebene.

Das muss aber nicht so sein. Weltweit sind in fast jedem Boden genug Nährstoffe ( https://www.freizahn.de/2018/07/wieviel-naehrstoffe-sind-wirklich-im-boden/ ).
Das Problem ist, dass die Pflanzen Nährstoffe in wasserlöslicher Form benötigen. "Moderne" Landwirtschaft versucht die fehlenden wasserlöslichen Nährstoffe für viel Geld und mit insgesamt hohen Energieeinsatz von außen zu importieren und auf das Land zu bringen.
Gut beratene Bauern würden es aber anders machen:
Pflanzen scheiden etwas 1/3 der durch Photosynthese gewonnenen Energie als energiehaltige Kohlenstoffverbindungen über die Wurzeln aus. In einem gesunden Boden dienen diese Exsudate der Wurzeln als Energielieferant für Bakterien und Bodenpilze. Die Bakterien und Pilze lösen mit Hilfe dieser Energie unter anderem auch Nährstoffe aus den mineralischen Bodenbestandteilen. Diese Nährstoffe befinden sich dann in wasserlöslicher Form in den Bakterien und Pilzen. Dann kommen insbesondere Nematoden und Amöben, die die Bakterien und Pilze fressen. Diese Nematoden und Amöben scheiden die so aufgenommenen Nährstoffe in wasserlöslicher und damit in für die Pflanzen verwertbarer Form aus. Das ganze ist noch etwas komplexer, aber es ist schon so, dass ein guter Landwirt auch ohne "Importe" auskommt und trotzdem sehr gute Erträge erzielen kann.
Darauf hin zu weisen, dass und wie man - entgegen allen gegenteiligen Meinungen - ohne Kreislaufwirtschaft auskommen kann, war das eigentliche Ziel des am Beginn des Threads verlinken Artikels auf freizahn.de über jene Veranstaltung der Grünen.


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