Das stimmt nur zum Teil...

Andudu, Mittwoch, 06.12.2017, 15:21 (vor 976 Tagen) @ Zarathustra4179 Views
bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 06.12.2017, 15:30

... denn überall herrscht letztlich der Demos, seinem Charakter
entsprechend. Ein unterwürfiger, obrigkeitshöriger Demos will halt mehr
von Führern geführt werden, als dass er selber in der Breite führt. Es
herrscht also Unterwürfigkeit und Obrigkeitshörigkeit. Andere
Völker wiederum tolerieren dies, mangels dieser Eigenschaften, eher nicht.


...klar spielt die Mentalität auch eine Rolle, aber ganz so simpel ist es dann doch nicht.


Ich hatte ich schon dargelegt, dass eine Selbstermächtigung (bisher) nicht und nirgends funktioniert (hat), selbst in der Schweiz ging das m.W. von "Führern" (Schwur auf der Rütliwiese usw.) aus und baute sich danach erst sukzessive auf. Das liegt daran, dass man ein Volk zwar recht gut direktdemokratisch organisieren kann, mit vielen Vorteilen, es aber von selbst offenbar nicht einig und machtvoll genug ist, um so etwas gegen eine entschlossene Herrschaft durchzusetzen.

Das ist bedauerlich und die Gründe dafür wären interessant (liegt vermutlich daran, dass eine Mehrheit immer unpolitisch ist und erst aktiv wird, wenn der Status Quo unerträglich ist, ein großer Teil ist schlicht zu erpressbar, etwa Familien). Tatsache ist aber auch, dass sich in D etwa seit Jahren Mehrheiten für mehr direkte Demokratie aussprechen und schlicht ignoriert werden...


Andererseits ist die Situation in den Staaten unterschiedlich. Ein Volk, welches eher ein laxes Verhältnis zur Macht hat (etwa die Griechen) und sich eher entziehen kann (ala "ist uns egal, wir machen das so, wie wir wollen") wird Beteiligung weitaus seltener einfordern.

Ein Volk welches geopolitischer Dreh- und Angelpunkt ist, wie die Deutschen, wird umso perfider unter der Fuchtel gehalten, egal wie laut die Forderungen auch sein mögen. Die AfD fordert ja z.B. Demokratie nach Schweizer Vorbild und wird als "antidemokratisch" verleumdet und mit allen Mitteln der Kunst klein gehalten. Oder anders ausgedrückt: selbst wenn aus unserer Mitte das Führungspersonal entstünde, welches uns direkte Demokratie bringen könnte, ist es erstmal ein harter Kampf David gegen Goliath, der Kampf einer (hoffentlich nicht allzu unterwanderten) Oppositionspartei gegen ein unglaublich reiches, mächtiges und skrupelloses transatlantisches Imperium.


Es ist meine Überzeugung, dass direktdemokratische Systeme letztlich stabiler und friedlicher sind, allerdings ist die Hürde, sie zu etablieren, sehr groß. Mit Trump (transatlantisches Desinteresse) und Niedergang der autokratischen, zentralistischen EU, könnte sich ein kurzes Zeitfenster öffnen, wenn die politischen Eliten ein Bewusstsein dafür entwickeln würden (deshalb finde ich so Phrasen von Völkern, die angeblich keinen Willen haben, kontraproduktiv). Und es müsste schnell genug genutzt werden, denn mit zunehmender Islamisierung und Zersetzung unserer Kultur, schließt es sich wieder... vielleicht für immer (zumindest für unser Volk).


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