*lautes Gelächter*

Kaladhor, Münsterland, Montag, 21.01.2019, 13:24 (vor 572 Tagen) @ re-aktionaer6751 Views

Aber eine Technologie mit Steuern zu fördern ist weit weit weit weg von
Kommunismus. Wenn Elektro günstiger und praktischer ist, setzt es sich

Es ist aber nicht günstiger und schon gar nicht praktischer. Die Förderung der benötigten speziellen Rohstoffe (Lithium, Seltene Erden, Kobalt) ist sehr kostenintensiv und alles andere als umweltverträglich. Und es ist bei weitem praktischer, einen Zapfhahn für fünf bis zehn Minuten in den Benzin/Dieseltank zu halten als einen Akku aufzuladen (und nein, ein Austausch des Akkus ist Wunschdenken, da wir einfach nicht über die erforderlichen Rohstoffe für dieses Hirngespinst verfügen!).

durch, wenn der Staat die Infrastruktur dafür fördert, macht er nichts
anderes wie vor 70 Jahren mit dem Bau von Autobahnen oder vor 150 Jahren
mit dem Bau von Eisenbahnen.

Das dichte Tankstellennetz wurde so weit mir bekannt nicht vom Staat aufgebaut, sondern von Mineralölkonzernen. Und Tankstellen sind ein zentral gelegener Ort, über den Fahrzeuge eines gewissen Einzugbereichs versorgt werden können... und im schlimmsten Fall konnte man zu Fuß dorthin gehen und sich Sprit im Kanister holen. Das funktioniert mit E-Autos aber nicht, also wäre es erforderlich fast alle Stellplätze mit entsprechenden Ladesäulen auszubauen...was angesichts irgendwelcher hirnloser, linker Halbstarker eher eine schlechte Idee wäre. Wir könnten dann bestimmt eine neue Stufe des Vandalismus erleben.

Übrigens, der Aufbau der Eisenbahnen erfolgte Anfangs komplett privatwirtschaftlich! Meist wurde zur Errichtung einer Bahnverbindung eine Aktiengesellschaft gegründet, um an das erforderliche Kapital zu kommen. Erst danach wurden einzelne Verbindungen zu einem Netz verbunden unter Aufsicht der Länder(Länderbahnen) und erst während des Dritten Reichs wurde die Deutsche Reichsbahn staatlich (aus diversen, vorrangig militärischen Gründen). [Sicht Deutsche Eisenbahnen]

Wie gesagt: Ich brauche keinen
Individualverkehr, wenn ich ein Auto dann kriege, wenn ich es brauche, ist
es mir egal, ob es meines oder irgendeines ist, solange es nicht komplett
versifft oder so teuer wie ein heutiges Taxi ist. Ich reisse mich auch

Dann mal viel Erfolg. Gerade autonom fahrende Fahrzeuge dürften gewisse Bevölkerungsteile bei uns dazu animieren, blinder Zerstörungswut zu folgen. Gibt dafür genügend Beispiele, auch heute schon.

nicht darum, hinter dem Steuer zu sitzen - ich mache in dieser Zeit lieber
etwas sinnvolleres. Ich will mit geringstem Aufwand und höchster
Sicherheit von a nach b.

Genau aus diesem Grund fahre ich dann doch lieber selber in einem eigenen Fahrzeug.

Wenn andere unbedingt ein tolles eigenes Auto
brauchen, ist das OK. Sollen sie aber auch dafür zahlen. Mir gehen die
Kisten vor allem in der Stadt mächtig auf den Geist und ich finde es
schwachsinnig, dass 2000kg Stahl 80-100kg Mensch auf 10m2 transportieren,
die Stadt verlärmen, verstinken und die Strassen gefährlich für
Fußgänger und Kinder machen. Es nervt mich, dass alles zugestellt ist,
mit gerade nicht gebrauchten Autos - die ich verglichen mit den
Häuserfassaden einer Altstadt, auch noch hässlich finde.

Alles eine Folge von gestiegenen Mietpreisen innerorts und einem nicht funktionierenden Personennahverkehr.

All das ist
subjektiv und ich will meine Sichtweise nicht zur Norm erheben. Ich besitze
ebenso ein Auto, das ich aber kaum nutze. Nur weil man Autofahren gewohnt
ist, ist eine neue Art, Verkehr nicht gleich Kommunismus, es ist eine

Es ist keine neue Art Verkehr, sondern gar kein Verkehr mehr!

Alternative. Wir sind letztendlich auch das Opfer von 80Jahren Werbung, die
uns eingeredet hat, dass wir unser Sein über das Auto das wir fahren
definieren. Auch das könnte man mal hinter sich lassen. Mein erstes Auto
war ein Mercedes 280S - seitdem baue ich ab.

Schon mal über den tieferen Sinn von "Freie Fahrt für freie Bürger" nachgedacht?
Schon mal überlegt, warum es massive Beschränkungen und Einschränkungen bei der Beweglichkeit der Menschen in sozialistischen Diktaturen gab?

Grüße

--
Ich bin nicht links, ich bin nicht rechts, ich kann noch selber denken!


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