Der unbändige Wille zur Geisteskrankheit

Kosh, Mittwoch, 07.11.2018, 14:01 (vor 614 Tagen) @ nemo2747 Views

Schon spannend, wie hier und anderswo alles was nicht passt, sorgfältig in Geisteskrankheit verpackt wird. Meist wird auch nicht vergessen darauf hinzuweisen, dass der Untergang der Menschheit eben deshalb unvermeidlich ist. Und sie lebt doch.
Auch das Ding mit der Simulation scheint eine fast religiöse Anziehungskraft zu besitzen.

- Damit liegst Du ganz auf der Schiene von Baudrillard, der sagte, dass die Simulation zur Realität wurde.

Wenn die Simulation real ist, welchen Wert hat dann die Aussage, dass sie “zur Realität wurde”?

- Die Traumwelt ist nicht das was Du denkst, sondern die Wirklichkeit einer kollektivistischen Gesellschaft, die man auch als Geisteskrankheit beschreiben kann.

Wozu eigentlich dieser immer wieder bemühte Kunstgriff auf eine geisteskranke Gesellschaft? Was einem nicht passt, wird geisteskrank geMACHT. Gleichzeitig beschwert man sich, dass die Medizin immer neue Krankheiten erfindet, um das Geschäftsmodell nicht zu gefährden. Worin liegt der Unterschied zum Geschäftsmodell der meisten Systemkritiker?
Ein Versuch einer (absehbar möglichen) Metapher: Sind Karnivoren geisteskrank, weil Veganer sie dazu verdammen? Wie konnte die Evolution soviel Geisteskrankheit hervorbringen? Worauf beruht das Geschäftsmodell der Evolution, wenn Geisteskrankheit das Überleben sichert?

- Wenn alle die Realität nicht mehr erkennen, dann sind alle verrückt.

Wenn alle trotzdem oder gerade deshalb überleben, welchen Wert hat die Verrückheit in Bezug auf den Homo sapiens?: Er breitet sich immer weiter aus, er ist ein Erfolgsmodell der Evolution.

Nicht weit von hier befindet sich ein verwandter Ansatz:

aus http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=473950
- Der Unterschied zur Staatenbildung im Tierreich

Hier wird noch immer auf einem Unterschied zum Tierreich bestanden, als hätte es die Erkenntnisse der letzten Jahre nicht gegeben. Ja es gibt Unterschiede, aber die erweisen sich zunehmend gradueller Natur. Abgesehen davon sind Unterschiede zwischen den Arten völlig normal.

Aber die Diskussion zu Darwins Tierwerdung des Menschen dauert bis heute fort, ganz egal was Darwin tatsächlich gesagt hat oder gegen ihn vorgebracht wurde. Die Unterschiede werden mit jedem Jahr kleiner, allein der Glaube an eine Exklusivität des Homo sapiens geistert unkaputtbar durch sein System. Parallel dazu entwickelt sich der Glaube an eine Geisteskrankheit, von der alle Menschen befallen sein müssen, weil sonst die Diskrepanz zum eigenen Denken - Simulation? Glaube? - nicht erklärt werden kann. Zur Verdeutlichung: Ich halte Gebilde wie Simulation oder Religion für Krücken, die einem persönlich helfen können, aber sie sind austauschbar.

Die Amis auf Kurs
Grüsse
kosh

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PS: Man tut was man kann und man kann was man tut.


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