Kleine Inhaltsangabe.

nereus, Montag, 05.11.2018, 07:42 (vor 616 Tagen) @ CalBaer6273 Views

Hallo CalBear!

Der Redetext ist das nicht, aber ein paar Hinweise gibt es schon.

Am Ende wird es wohl eine Rede im geheimnisumwitterten „Berner Club“ gewesen sein, die die einst so glanzvolle Karriere von Hans-Georg Maaßen als Spitzenbeamter beendet. Am 18. Oktober hält der ohnehin schwer umstrittene Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz (BfV) in Warschau im Kreis von Kollegen der EU-Inlandsgeheimdienste plus Norwegen und der Schweiz eine Art Abschiedsrede. Der Club ist so geheim, dass er offiziell gar nicht existiert. Von der Rede Maaßens kann das nicht gesagt werden.

Quelle: https://www.welt.de/politik/deutschland/article183270594/In-seiner-Rede-soll-Maassen-ei...

Ein Berner Club in Warschau, der offiziell nicht existiert.
Das fängt schon einmal gut an.

Glaubt man dem, was über den Inhalt der Rede erzählt wird, entwarf Maaßen darin eine Art Verschwörungsszenario: Er sprach von linksradikalen Kräften in der SPD, die von vornherein gegen die große Koalition eingestellt gewesen seien. Seine Äußerungen zu den Vorfällen in Chemnitz seien für diese Kräfte willkommener Anlass gewesen, einen Bruch der ungeliebten großen Koalition zu provozieren.

Dann soll der oberste Verfassungsschützer der Bundesrepublik sich selbst gewürdigt haben: Er sei in Deutschland als Kritiker einer naiven und linken Ausländer- und Sicherheitspolitik bekannt, wird Maaßen zitiert. Dies sei für seine politischen Gegner und einige Medien Anlass gewesen, ihn aus dem Amt zu drängen.

Koalitionsbruch durch SPD-Aktivisten?
Ist das glaubhaft? [[hae]]
Es dürfen ein paar Zweifel angemeldet werden.
Die Ansage von ihm hat viel eher zu den späteren Verwerfungen geführt, denn sie war eine eindeutige Kritik an der Kanzlerin, die schon länger unter Beschuss steht.

Bei der Aussage an der Masseneinwanderung kann ich ihm uneingeschränkt folgen.

Seit dem 24. Oktober soll die Rede Maaßens nach dpa-Informationen unter der Rubrik „Die Amtsleitung informiert“ im geschützten Bereich des BfV-Intranets für alle Mitarbeiter zu lesen gewesen sein. Aus dem Geheimdienst heraus, so ist weiter zu hören, sollen die umstrittenen Inhalte der Maaßen-Rede dann nach außen kolportiert worden sein.
Zwar dürfen die BfV-Mitarbeiter eigentlich keine (Foto)-Handys mit ins Büro nehmen – doch das ist oft nicht wirklich zu kontrollieren. Und dass jemand den Text abgeschrieben und weitergegeben hat, ist ohnehin nicht zu verhindern, heißt es in Kreisen, die sich da auskennen.

Aus Kreisen, die sich da auskennen, heißt es vielsagend.
Damit hätte Maaßen sich selbst aus dem Amt katapultiert.
Was weiß er, was wir noch nicht wissen?
Wäre er ggf. bei den kommenden Ereignissen nicht ohnehin aus dem Amt gespült worden und hat daher vorsorglich schon einmal den Schleudersitz betätigt?
Schließlich könnte es in den kommenden Wochen und Monaten großen Bedarf um Plätze in der Privatwirtschaft geben. [[freude]]

Die Grünen haben nach Angaben ihres Innenexperten Konstantin von Notz zur neuen Causa Maaßen bereits eine Sondersitzung des Parlamentarischen Gremiums zur Kontrolle der Geheimdienste für diesen Mittwoch beantragt, die FDP hat sich der Forderung angeschlossen. Die nächste ordentliche Sitzung des geheim tagenden Ausschusses ist erst für den 28. November geplant.

Es kriselt mächtig in Berlin und erinnert an den Spätsommer 1989.

mfG
nereus


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