"Jüngling, merke dir, in Zeiten, Wo sich Geist und Sinn erhöht: Daß die Muse zu begleiten, Doch zu leiten nicht versteht."

Vladi, Behind the curtain of being, Dienstag, 23.06.2020, 00:57 (vor 326 Tagen) @ Mephistopheles3474 Views

Treffend bemerkt, Mephistopheles.

Goethe schrieb in seinen Zahmen Xenien:

Jüngling, merke dir, in Zeiten,
Wo sich Geist und Sinn erhöht:
Daß die Muse zu begleiten,
Doch zu leiten nicht versteht.

Wir haben hier von DL zweifellos eine wortgewaltige musische Beschreibung dessen, was jeder mit gesundem Verstande sehen und wie Mephistopheles in deutlich weniger Worte fassen kann: "Dass die Machtstrukturen immer mehr ausfransen, dass die Anomie immer weiter zunimmt und dass Machtapparate sich immer mehr auf den Kernbereich zurückziehen müssen."

Es bleibt die Sinnfrage, warum wir mit diesen wortgewaltigen netten Geschichten ohne wirklichen Erkenntnisgewinn überschüttet werden: Wer hat mal zusammengezählt, wieviele Mitarbeiter in Diensten und Organisationen der kämpfenden Mächte zur propagandistischen und medialen Verwirrung und Irreführung der Bevölkerung beschäftigt sind?

Ich neige dazu, wie Greenhop zu konstatieren: "außer einigen netten Geschichten, ist niemals auch nur ein Stück Realität dabei zustande gekommen. Schade, man hätte es so gerne geglaubt, übrig blieb jedoch nur ein fader Geschmack." Solange wir den Klängen der Muse verfallen, werden wir effektiv und effizient daran gehindert, selbst zu denken und zu handeln. Ist das der Sinn?

Dieses Ausfransen der staatlichen Strukturen wird noch Jahre laufen, bevor eine hinreichende Anzahl an Menschen zu der Erkenntnis kommt, "Staat oder Massensterben".

Ich schrieb unlängst Erwartet keine 10 Tage, sondern eher 10 Jahre. Die nette Märchenkiste von DL wird niemand vor dem kommenden Hunger bewahren.

--
Never trust a government.


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