Wir sind kultiviert

trosinette, Donnerstag, 11.06.2020, 08:00 (vor 2059 Tagen) @ DT5964 Views
bearbeitet von trosinette, Donnerstag, 11.06.2020, 08:24

Guten Tag,

Wenn ich mich aber recht an meinen Tacitus (Germania) erinnere, soll es wohl
bei den Germanen schon damals keine Sklaven gegeben haben.

Sklaverei ist ja auch primär ein Kulturphänomen und die Germanen waren unkultiviert und in unserer Moderne ist Sklaverei nicht primär der Macht des Schwertes geschuldet, sondern der wirtschaftlichen Macht. Und im Konzert der wirtschaftlich Mächtigen spielen wir Germanen in der ersten Liga ganz oben mit.

Das ist das Schöne an unserem radikalen Tempranillo. Er ist mit seinem weltdurchschauenden Tunnelblick an allen Ecken und Enden angreifbar. Er lobt die europäische Kultur, lässt die Menschheitsgeschichte nach der französischen Revolution unreflektiert auslaufen und sackt die ganze kulturelle Gülle anderen auf.

Mit der Geldwirtschaft, als Keimzelle von Kultur und seiner Gülle, bin ich in meiner Radikalität viel breiter aufgestellt. Tempranillos Radikalität hat aber einen großen Vorteil. Von allem Angloamerikanischen kann man sich fernhalten ohne große Abstriche zu machen, aber aus der Geldwirtschaft kommt kein kultivierter Mensch raus.

Mit freundlichen Grüßen
Schneider


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