Spengler und die Übersichtlichkeit ...

nvf33, Dienstag, 09.06.2020, 20:30 (vor 504 Tagen) @ Mephistopheles948 Views

Hallo Mephistopheles,
wir kommen des Pudels Kern näher, vielen Dank für Deine aufschlussreichen Kommentare. Der Übersichtlichkeit halber antworte ich mal ohne direktes Zitat.
"Schlechte Gefühle im Klo herunterzuspülen" scheint mir eine ziemlich lustige Idee... den Logiker treibt natürlich um, was diese Gefühle dann so machen dort unten. Vor allem, wenn da es nach debitistischer Sichtweise ja offenbar ein "Vergessen" nicht gibt!

Du führst Spengler an, um zu unterstreichen, dass Tatsachen "zählen" hier, nicht aber "Gefühle", die womöglich gar nicht definiert seien. Kennst Du neben dem Untergang des Abendlandes auch Spenglers Autobiographie? Sie trägt den Titel: "Ich beneide jeden, der lebt". Spenglers Sicht auf Kulturen als lebendige Wesen, die erscheinen und wieder vergehen ist allerdings bemerkenswert. Aber sie verkennt den Schöpfer dieser seiner heroischen Sichtweise, nämlich ihn selbst. Aber das mit der Selbsterkenntnis und der mit ihr zwangsläufig einhergehenden Welterkenntnis ist ein anderes Thema.

Da behauptest es sei unmöglich, ein Unternehmen zu gründen ohne sich zu verschulden. Das stimmt so nicht. Mir gab der Staat z.B. "gefühlt" absurde Summen, um eben das zu tun. Von Zinspflicht oder dergleichen bei mir keine Spur. Freilich wird man beständig ermutigt, doch endlich über die eigenen Verhältnisse zu leben. Aber dazu besteht kein Zwang.

NGOs ohne Demokratie? Ritterorden aller Art z.B., die selbst sagen, sie sind jetzt ein Staat. Sowas ist wahre Selbstbestimmung, und die kümmert sich nicht darum, ob jemand anderes das als Nicht-Staat ansieht. Demokratie ist in dem Sinne auch keine Staatsform, sondern nur die Betonung eines Aspektes, der in jedem lebensfähigen System irgendwo vorkommt.

Du möchtest nicht von Kaufkraftsymbolen sprechen, weil sie nicht definiert seien. Dafür nennst Du mir "Verantwortungslosigkeit" als Ursprung der aktuellen Ordnung in debitistischer Sichtweise. Mit Verlaub, das reicht mir nicht. Bei Spengler ist es der faustische Drang nach Unendlichkeit, der "uns" da treibt. Aber auch das ist irrational, und noch schlechter definiert als das Geld als Kaufkraftsymbol. Also nochmal: Welcher Struktur ist die Bereitsschaft, auf die Zukunft zu wetten?

Mit bestem Gruß
nvf33


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