Debitismus-Fragen an Kenner zur künftigen Käufer- und Gläubigerstruktur

nvf33, Dienstag, 09.06.2020, 12:00 (vor 465 Tagen)1859 Views

Hallo Gelbes Forum,
mit großem Interesse habe ich die schönen Zusammenfassungen zu dottores Werk zur Kenntnis genommen - leider erst posthum in der Gründlichkeit, aber besser so als gar nicht. Vielen Dank dafür!

Wenn ich es richtig verstehe, läuft die debitistische Weltwirtschaftsprognose darauf hinaus, dass der/die Staat/en wegen
ungebührlich wenig rationaler Bonität effektiv Alleinschuldner wird, verbundenen mit immer übergriffigeren Vorschriften und immer ineffizientern Verwaltungsstrukturen.
1. Einwände soweit von Debitismuskennern hier?

Wenn der Staat nun nun Hauptschuldner sei oder würde, dann folgt m.E. die Frage, ob man auch soetwas wie einen Hauptgläubiger identifieren könnte. Davon habe ich bei PCM nun nicht allzu viel lesen können - oder ich habe es nicht verstanden. Konkret:
2. Wer oder was kauft (neben der EZB..) in großem Stil Staatsanleihen?

Ohne dass ich das im Detail darlegen könnte, liegt der Verdacht nahe, dass irgendwo (neben bürgerlichem Streubesitz) direkt oder indirekt Besitzkonzentrationen entstanden sind. Netto wäre damit also dem Staat in der Endphase ein mehr oder weniger konkreter nicht-staatlichen Gegenspieler mit gewaltiger Forderung gegenübergestellt.
Dem würde entsprechen, mit welcher geradezu messianischen Erwartung man in erlesenen Kreisen auf die NGOs (non governmental organisations) blickt. NGOs sind nun nichts anderes als Stiftungen UHNWIs (Ultra high-net-worth individual) im Hintergrund.
3. Hat PCM oder jemand anderes diese Beziehung vielleicht irgendwo im Detail diskutiert, oder könnte jemand hier etwas Genaueres darlegen?

Daraus würde nun folgen, dass sich unternehmerisches Planen angesichts staatlicher Überforderung zunehmend an den Bedürfnissen oder Absichten der Gläubiger-Gruppe ausrichten sollte. Niemand sonst außer den UHNWIs scheint in der Lage zu umfänglicheren Forderungen, die jeder Planung vorausgehen. Dies gilt natürlich vorbehaltlich des weiteren Glaubens an Vertrauensderivate und Kaufkraftssymbole. Meine Frage ist nun zweierlei:
4a. Was hat PCM oder irgendein anderer Debitismuskenner zur Wirtschaftsweise unter der Forderungsregie nicht-staatlicher Einheiten verlauten lassen?
4b. Weiß irgendjemand von Diskussion hier oder anderswo zum Thema der Stärkung gesellschaftsbindender Vertrauensderivate? Propaganda, klar, aber wie funktioniert das in direkter Linie zur Vertrauensbildung?

Wäre sehr dankbar für Eure Gedanken oder sogar antworten zu diesen Fragen!

Viele Grüße
nvf33


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