Post von Lampe an Müller

Diogenes Lampe, Sonntag, 10.05.2020, 18:27 (vor 24 Tagen)11468 Views
bearbeitet von Diogenes Lampe, Sonntag, 10.05.2020, 19:14

Unser Mitforist D-Marker hat mir unter meinem letzten Text einen Kommentar mit Fragen geschickt, die inhaltlich nicht zu meinem Thema passten. Aber es sind wichtige Fragen, die von allgemeinem Interesse sein könnten. Deshalb mache ich hier einen neuen Faden auf, um sie zu beantworten. Er schrieb mir:

"Du hast mir inzwischen so viel Zeit zur Verfügung gestellt, darf um eine weitere Lehrstunde bitten?
("Vatikan hat in China nicht mehr viel zu sagen, in Rom ist er auch raus.")
Wie schätzt Du die Chancen für's (neue) (nächste) Jalta ein?"

Gerne bin ich seinem Link gefolgt.

https://www.youtube.com/watch?v=oAxaIWMSWX0

Er bat mich darum, ihm die Stunde, die das Video mit Hans-Joachim Müller und seinem didaktischen Daniel über Pyakin dauert, zu schenken. Wie gerne hätte ich das getan; aber ich konnte mir die Stunde schenken, denn ich hatte mir dieses Geschenk zuvor bereits selbst gemacht; war also schon im Bilde. Ich habe die beiden Liebhaber von Schwarz-Weiß-Rot nämlich inzwischen auch lieb gewonnen und regelmäßig auf dem Schirm; und das mit viel Gewinn. Auch wenn ich mir nicht jeden Abend eine ganze Stunde nehmen kann: Von den kürzeren "Denkwerken" verpasse ich inzwischen jedoch kaum eines.

Was ich daher auch sehr gerne tue, ist, Herrn Müllers Videos allen zu empfehlen, die lernen wollen, die Zeichen der Zeit direkt aus den täglichen Ereignissen herauszulesen; und das völlig unaufgeregt, sachlich untermauert und immer mit Humor. Selbst wenn sie, wie ich, keine großen Hoffnungen in einen neuen Kaiser setzen wollen. Und da ich Hans-Joachim Müller - den ich schon deshalb sehr schätze, weil er mit seinem umfangreichen Wissen seinem Publikum die Ängste vor dem Kommenden nehmen kann und will - zu meinen Lesern zählen darf, gibt mir das die Gelegenheit, ihm hier über das Gelbe Forum nicht nur für seine kollegiale Empfehlung meiner Texte herzlich zu danken, sondern auch meinen Hut zu ziehen vor der umfangreichen Aufklärungsarbeit, die er und sein junger Kollege da jeden Tag leisten. Allein dieser Marathon hat schon meine ganze Bewunderung. Also auch von mir ein großes Dankeschön an die Beiden für Ihre tolle Arbeit!

Meine geopolitische Sicht der Dinge unterscheidet sich in Bezug auf Jalta nur in Nuancen von der Hans-Joachim Müllers, die ich aber für wichtig halte. Das sind jedoch keine Einwände zu seinen Ausführungen, sondern Ergänzungen, die er nicht auf dem Schirm hatte, weil Pyakin in seinem Video diesen Aspekt auch umgeht. Ich beobachte solche "Umgehungen" öfter bei diesem russischen Analysten, glaube also nicht, dass ihm da was entgangen ist. Er scheint mir bewußt Putins globale Politik bei seinen Frage-und-Antwort-Sendungen jeweils auf bestimmte Aufmerksamkeitspunkte zu lenken, auf die Putin die Öffentlichkeit gerade auch lenkt. Aber der russische Präsident muss auf vielen geopolitischen Baustellen gleichzeitig sein und auf manchen arbeitet er auch gegenwärtig mit voller Aufmerksamkeit still und leise vor, um erst dann, wenn die Arbeit getan ist, seine Widersacher und das erstaunte Weltpublikum vor vollendete Tatsachen zu stellen. Man denke da nur an seine punktgenauen öffentlichen Waffenvorführungen im Syrienkrieg und die verblüfften Transatlantiker.

Ich hörte also Herrn Müller, diesem frischen Geist der guten alten Saxen-Zeit mit viel Gewinn zu; auch wenn ich meinen alten Kaiser Wilhelm nicht wiederhaben will und auch den Sachsen keinen neuen König empfehlen würde; schon gar nicht aus dem Haus Wettin. Vom alten Parteienstaat zum neuen Hofstaat könnte auch der Weg vom Regen in die Traufe sein. Aber das sind letztlich, sobald der gegenwärtige Hohenzollernvorsteher Georg Friedrich seine Pflicht als der führende Nachkomme der zeichnungsberechtigten Kaiserfamilie in Bezug auf den Friedensvertragsabschluss erfüllt hat, nur Strukturfragen im neuen deutschen Staatsaufbau, über die, wie Herr Müller ja auch sagt, das deutsche Volk entscheiden muss. Ich oller Preuße hoffe, es entscheidet sich für einen Präsidenten.

Mir scheint ein deutsches Präsidialsystem a la Putin, also so eine Mischung aus Republik und konstitutioneller Monarchie im Sinne eines Konsulates, aber unter strenger Beachtung der demokratischen Gewaltenteilung, auch in Bezug auf die Trilaterale Weltordnung zielführender zu sein, als ein Herrscher von Gottes Gnaden aus einem längst veralteten Geschlecht, das in den letzten hundert Jahren auch keine politische Rolle mehr spielte; weder national noch international Relevanz an sich ziehen konnte. Georg Friedrich ist sicher ein netter junger und womöglich sogar integrer Mann, der nicht allzuviel in die Machenschaften des Schwarzen Adels involviert ist; aber er ist für uns Deutsche wirklich nicht die Integrationsfigur, die wir bei diesem großen Umbruch bräuchten. Politisch halte ich ihn mehr für einen geschliffenen Jung-Diplomaten als für instinktsicher. Er scheint mir weit davon entfernt, ein neuer Bismarck zu sein. Aber so einen bräuchten wir wieder. Die Hohenzollernfamilie kann sich vielleicht keinen besseren Vorstand wünschen. Wohl aber wir Deutschen uns ein geeigneteres Staatsoberhaupt. Das jedenfalls ist meine Sicht der Dinge.

Ich mag aber schon deshalb keine neuen Gekrönten, weil bei denen immer auch die Kirche mit drin hängt. Das ist historisch nunmal vorgegeben; auch bei den Hohenzollern. Keine Krone ohne die Legitimation durch einen Sonnengott. Die Chance, dass aus dieser Familie noch einmal ein solches Genie von König wie Friedrich der Große hervorgehen könnte, der als aufgeklärter Monarch alle Religion streng aus der Politik herauszuhalten verstand und für den eine Krone nichts anderes war, als ein Hut, in den es reinregnet, schätze ich als äußerst gering ein. Wenn wir aber aus der gegenwärtigen Merkelei etwas lernen wollen, dann wohl, dass die deutsche Gesellschaft künftig strengstens darauf achten muss, dass die Sonnengötter-Religionen keinen Einfluss mehr auf die Politik des Staates nehmen dürfen, sonst kommen wir wieder nur in Teufels Küche, wo dann die nächsten Jesuiten schon die Messer wetzen. Und so sollten es auch keine Kronen mehr.

In der Frage der Wiedereinsetzung des Deutschen Reiches bin ich an sich mit Herrn Müller einig. Da es aber für Putin die Steuerungszentrale Mitteleuropas werden soll, ein deutscher Kaiser womöglich jedoch für die anderen Staaten und Völker Europas verständlicherweise keine wirklich vertrauensbildende Maßnahme sein kann - Kriegsschuld hin oder her - denke ich, dass man uns Deutschen einen Reichspräsidenten mit entsprechenden Machtbefugnissen vorschlagen wird. Das passt auch ganz pragmatisch zum russischen und französische System und somit zur kommenden harmonischen Achse Moskau-Berlin-Paris. Ich wünsche mir also keinen alten Kaiser Wilhelm wieder, sondern wenn schon einen aus dem Altreich, dann einen neuen Bismarck - der natürlich auch nicht mehr aus der alten Familie von Bismarck sein muss. Sind doch Putin, Trump und Xi auch alles andere als Nachkommen von Kaisern und Königen oder aus dem Hochadel.

Was übrigens den jetzigen Bezug der Siegermächte auf das Reich in den Grenzen von 1937 betrifft, so hat das nach meinem Dafürhalten nichts mit den Territorialmachtkämpfen in der Arktis oder Antarktis oder sonstwo zu tun, wie Herr Müller in dem Video annimmt, sondern mit Polen. Völkerrechtlich geht es natürlich um die Reichsgrenzen von 1914. Aber da existierte Polen noch nicht als Staat auf der Landkarte. Den gibt es ja erst wieder 1918 als Resultat des Versailler Vertrages. Also muss man bei der neuen territorialen Bestimmung Osteuropas und vor allem Polens einen Kompromiss zwischen 1937 und 1914 finden. Man kann den Polen ja jetzt nicht einfach ihren Staat wieder nehmen.

Putin macht das sehr geschickt, wenn er gerade jetzt den polnischen Nationalisten ihre Heuchelei vorhält und Polens Zusammenarbeit mit Hitler in Bezug auf die gemeinsame Annektierung von Gebieten der ebenfalls erst 1918 entstandenen Tschecheslowakei in den öffentlichen Geschichtsdiskurs bringt. Das nimmt den Polen schon mal ihr moralisches Überlegenheitsgefühl gegenüber den Deutschen und als bloßes Opfer Hitlers können sie sich auch nicht mehr darstellen. Ihre Zusammenarbeit mit den Briten zum Schaden Russlands wie Deutschlands wird sie dazu noch zielführender zur Einsicht bringen, dass sie die ihnen von Stalin zur Verwaltung überlassenen deutschen Gebiete nun wieder herausgeben müssen und dass ein neuer souveräner Staat Polen nur auf der Grundlage der Grenzen von 1937 oder des alten Herzogtums Polen möglich sein wird.

Da Österreich völkerrechtlich keinen Anspruch mehr auf das alte Galizien erheben kann, könnten die katholischen Gebiete der Ukraine zum Teil auch wieder Polen zugeschlagen werden, wenn Rusland die russischen Teile der Ukraine übernimmt, während die ukrainischen bei den Ukrainern verbleiben. Womöglich kommen auch Teile Weißrusslands für Polen in Betracht, das sich, wie ich vermute, über kurz oder lang auch wieder mit Russland vereinen wird. Das wäre schon ein großes Entgegenkommen Russlands gegenüber seinem sich so feindlich aufführenden Nachbarn; denn wie gesagt, existierte der Staat Polen bis 1918 gar nicht mehr. Und Putin könnte leicht dafür sorgen, dass es wieder dazu kommt. Aber das wird er nicht tun, denn es geht ihm, wie Pyakin so richtig bemerkte, um Menschen aus Fleisch und Blut und somit um ein zukünftig gewaltfreies Zusammenleben. Nachdem der Vatikan ausgeschaltet wurde, kann er auch nicht mehr die Polen gegen die Russen hetzen.

Und auch der Vertrag von Brest-Litowsk aus demselben Jahr muss noch eine wichtige Rolle spielen. Denn damals verlor Russland vom Baltikum bis zum Schwarzen Meer seine sichere Westgrenze und die Briten konnten mit den Polen ihre Intermarumspläne schmieden, womit sie eben Russland und Deutschland sehr effektiv getrennt hielten. Doch inzwischen gibt es die drei Baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen, die auch innerhalb der Sowjetunion als autonome Sowjetrepubliken nach dem Sieg über Hitler wieder existierten. Das sind nicht abänderbare Tatsachen, die Putin nicht ignorieren kann, wenn er überall an Russlands Grenzen sowas wie einen ewigen Frieden unter den Völkern stiften will.

Diesen Völkern, wenn auch ständig vom Vatikan gegen Russland aufgehetzt, wird Putin den eigenen Staat nicht wegnehmen können, ohne seine völkerrechtlichen Prinzipien, auf die er bisher immer bestanden hat, zu verraten. Also werden sie nach meinem Dafürhalten erhalten bleiben. In welcher Form, wird man sehen. Aber ich könnte mir gut vorstellen, dass das noch immer von Russland besetzte Ostpeußen hier zu einer integrativen Kraft aufgewertet werden könnte. Denn kulturell gehören diese Gebiete ja eigentlich zusammen. Die alten Pruzzen und Kuren haben dort schon im 7. Jahrhundert zusammengelebt. Bei der Aufteilung Polens 1795 kam das Gebiet zu Russland. Das Gouvernement Kurland wurde eines seiner drei Ostseegouvernements, das vom deutsch-baltischen Orden als autonomes Gebiet verwaltet wurde.

Bis ins 20. Jh. hinein war deutsch dort die Sprache der Oberschicht und lettisch oder litauisch sprachen die einfachen Leute. Daran änderte sich auch nach Bresk-Litowsk erstmal nicht viel. Erst nach der Vertreibung der Deutschen aus Ostpreussen 1945. Doch die Neubesiedlung einer heute russischen Enklave mit Russlanddeutschen kann bis heute keine integrativen Kräfte für das gesamte kurische Gebiet hervorbringen. Wirklichen Frieden kann erst eine Ordnung mit sich bringen, in der das Deutsche und das Russische Reich gemeinsam vor Ort als integrative Kräfte wirken können. Das setzt allerdings die Rückgabe Ostpreußens an das völkerrechtlich wieder eingesetzte Deutsche Reich voraus. Über all das muss bereits jetzt hinter den Kulissen verhandelt werden.

Allein diese kurzen Andeutungen sollten reichen, um zu verstehen, was für eine hochkomplexe Aufgabe Putin zu bewältigen hat, wenn er das jetzige Territorium Polens wieder revidieren will. Und wie wichtig es für Russland ist, das Deutsche Reich in den Ostgebieten vor allem als integrative Kraft der neuen Friedensordnung zu etablieren. Wenn er z.B. in Ostpreußen heute die deutsche Autoindustrie ansiedelt, wie längst geschehen - siehe BMW in Königsberg - , dann könnte es sich um wirtschaftlich geprägte Vorarbeiten hierzu handeln. Denn wie sagt Pyakin immer wieder so richtig über Putins Politik: Dass sie eine für die Menschen ist und er deshalb alles vermeiden wird, was den Völkerfrieden stört; zumal an seiner Westgrenze. Also wird er hier sehr behutsam mit den Völkern und ihren Staaten umgehen und bestrebt sein, deren Territorien nur zu derem eigenen Vorteil zu revidieren, wenn das Deutsche Reich wieder ersteht.

Zu Jalta 2:0 und zu etwaigen zukünftigen Steuerungsaufgaben von Iran und Türkei

Nur einige Ergänzungen:

Ich hatte ja schon vor Jahren einen langen Aufsatz über die Türkei geschrieben und prognostiziert, dass es durch die 2021 anstehende Verlängerung oder eben Aufkündigung des Vertrages von Kars zu signifikanten Veränderungen der Ostgrenze der Türkei kommen wird. Wer Lust hat, sich ausführlicher einzulesen, hier der Link der zu allen anderen Textlinks zu dieser Thematik führt:

https://www.dasgelbeforum.net/index.php?id=455391

Putin hat ja sicher nicht die Kurdische Frage aus den Augen verloren. Aber auch an der Westgrenze zu Griechenland tut sich ja so einiges. Die offenen Kriegshandlungen des verzweifelten Erdogan mittels der Migrationswaffe gegen die EU und vor allem eben dem alten Erzfeind Griechenland wird dazu führen, dass die alten Territorialstreitigkeiten erst einmal wieder ordentlich hochkochen.

Die Wirtschaft Griechenlands ist bereits weitgehend in der Hand der Chinesen. Die politischen Kräfte schwanken zwischen Briten und Russen. Aber die Russen gewinnen. Und dann steht die Istanbulfrage an und somit der freie Zugang der Russen zum Mittelmeer. Da es sich um das alte Konstantinopel handelt, das "Zweite ROM", wo die Hagia Sophia steht, die tausend Jahre älter ist, als der Petersdom, werden Putin und Xi zusammen mit Trump eine Internationalisierung der Stadt durchsetzen und damit die Alleinherrschaft der Osmanen dort beenden. So wie sie es auch für Jerusalem ins Auge fassen, wenn mich nicht alles täuscht, um dort allen Religionen freien Zugang zu garantieren.

Doch eine Türkei, die sich in der Hand der Muslimbrüder, also Britischer Geheimdienste im Dienste des Vatikans befindet, wird als Steuerungszentrale der zukünftigen Weltordnung nicht mehr infrage kommen können. Gerade ihre imperiale Vergangenheit als Osmanisches Reich läßt dies nicht zu. Sie kann auch als Hauptsponsor des islamistischen Terrors keine integrativen Kräfte zwischen Sunniten und Schiiten mehr entwickeln. Weder Perser noch Araber werden einen türkischen Kalifen dulden. Ich schrieb ja schon an anderer Stelle, dass Putin und Trump Erdogan in die Libyienfalle gelockt haben. Er musste irgendwie so schnell wie möglich seine Terroristen in Syrien, deren Reste nun aus Idlib vertrieben werden, loswerden. Denn bei einen Rückzug in die Türkei wären die Islamisten dort nicht mehr kontrollierbar gewesen; zumal sie bereits einen großen Teil der Türkischen Armee infiltriert haben dürften. So, wie die Gülenbewegung.

Die beste Lösung schien ihm also, sie als Kanonenfutter nach Libyien zu entsenden und dort auf der Seite der Verlierer - also der UN und EU - vom libyschen General Haftar eleminieren zu lassen, der von Russland aber auch von Frankreich unterstützt wird, das Russland bereits aus der Hand frißt. Und so geschieht es nun auch. Obendrein konnte er vor Corona noch hoffen, von Libyien aus den Migrantenstrom über das Mittelmeer zum Schaden der EU zu forcieren, sie also auch vom Süden her in die Zange zu nehmen und zu erpressen. Was er letztlich erreichte, war, dass er seine militärischen Kräfte im Innern wie im Äußeren überdehnt und verzettelt hat und die NATO als Migliedsstaat in größten Verlegenheiten bringt.

Die Türkei, wie sie Attatürk aus den Resten des Osmanischen Reiches als Nationalstaat in Anatolien gründete, kämpft jetzt schlicht ums politische und territoriale Überleben. Im Osten wird Putin Erdogan eine starke kurdische Autonomie aufzwingen, wofür die Kurden ihrerseits die syrischen Territorien räumen müssen. Diese autonomen Gebiete werden in die nördlichen Teile des Irak hineinreichen; aber auch Teile des Irans und Aserbaidschans könnten betroffen sein. Da der ganze internationale Ölmarkt schon wegen der neuen Energieformen künftig dort keine Rolle mehr als wichtigster Wirtschaftszweig spielen kann, müssen neue gemeinsame regionale Märkte geschaffen werden, die dann auch Armenien und Georgien einschließen.

D.h., nicht nur die Türkei muss ihre landwirtschaftliche Produktion wieder verstärken; denn das sind die Ressourcen, mit denen die alten Kulturnationen dort untereinander friedlich handeln -und von denen sie auch sehr gut leben können, wenn die Weltwährungen wieder auf Gold und Wirtschaftsleistung umgestellt sind. Ein positiver Nebeneffekt wäre dann auch das Ende der Verstädterung, wie in Istanbul und Ankara, weil es sich wieder lohnt, auf dem Land zu leben und zu arbeiten.

Der Iran eignet sich auch nicht als integrative Kraft zwischen Sunniten und Schiiten. Das zeigen schon die Konflikte im mittleren und südlichen Irak und im Libanon. So, wie die Macht der Muslimbrüder - also des britischen Geheimdienstes im Auftrag der Jesuiten - mehr und mehr durch Russland gebrochen wird, so muss natürlich auch das vom französischen Geheimdienst installierte Mullah-Regime, das einmal Europa islamisieren sollte, beseitigt werden, um Persien wieder aufblühen zu lassen. Das müssen aber die Iraner selbst tun. Sie können natürlich hierbei mit der Unterstützung von Putin und Xi rechnen, während Trump hierzu den nötigen äußeren Druck mit seiner Sanktionspolitik aufbaut, damit sie diese Unterstützung auch annehmen.

Doch Steuerungszentrale für die islamischen Staaten beider Großkonfessionen kann nur ein Staat sein, der Mekka und Medina kontrolliert. Bisher ist das Saudi-Arabien. Aber das hat nie Persien kontrolliert noch sonst schiitische Gebiete. Es bricht nun angesichts des Zerfalls des Ölmarktes und des Petrodollars als Kunstgebilde in sich zusammen. Es ist bankrott und spielt keine Rolle mehr. Die Königsfamilie dort kann schon bald auf einem sehr verkleinerten Territorium mit Sand spielen.

Da die gesamte sunnitisch islamische Umma Maghreb wie Marschrek umfasst, und mitten drin der Judenstaat Israel liegt, dürften als künftige Steuerungsländer nur Ägypten und Jordanien infrage kommen. Ägypten als territoriale Klammer zwischen Ost -und Westarabien und mit seiner führenden Universität als geistliches Zentrum; und Jordanien mit seinem König aus dem Geschlecht der Haschemiten als von allen Sunniten anerkannte altehrwürdige Wächter über Mekka und Medina, der auch die Palestinenser integrieren kann. Der Libanon mit seiner schiitischen Hisbolla wird als französisches Kolonialgebilde wohl wieder zu Syrien kommen.

D.h., der Iran wird seine integrativen Kräfte vor allem im Osten entfalten können; also außerhalb des eigenen Staatsgebiets in Afghanistan, gemeinsam mit den Chinesen in Pakistan und gemeinsam mit den Russen in Aserbaidschan und Turkmenistan, also den Anrainern des Kaspischen Meeres.

Bliebe die Frage Israel. Denn der Judenstaat ist ja defacto ein künstliches Gebilde, errichtet vom Vatikan als Kreuzfahrerstaat unter zionistischer Herrschaft und jüdischer Camouflage. Russland hat großes Interesse an der Erhaltung Israels als authenischen Judenstaat und wird es vom Vatikan zunächst übernehmen und unter seinen Schutz stellen, bis sich alle darauf geeinigt haben, ihm das Recht auf Existenz auch weiterhin zuzubilligen.

Im Augenblick befindet es sich im Status der Handlungsunfähigkeit, da zwischen Regierung und Opposition schon seit geraumer Zeit ein Patt aufrecht erhalten wird. Somit ist der Vatikan und sein Mossad von der Lenkung des Staates suspendiert. Oppositionsführer Benny Gantz hat bereits die Macht über das Heer, die Knesset und somit den Transatlantiker Netanjahu übernommen, der von israelischen Staatsanwälten mit Anklagen in Schach gehalten wird. Avidgor Liebermann, ein russischer Jude, führt die Partei der russischen Einwanderer "Jisra'el Beitenu" und bildet das Zünglein an der Waage zwischen den Beiden.

Das Jalta 2:0, das Putin anstrebt und alle die oben genannten Themen bearbeiten soll, muss man dazu auch als eine Art ständiger Konferenz ansehen, welche den UN-Sicherheitsrat zunächst als Provisorium ablösen wird, bis ein neues Gremium geschaffen ist, das die Vereinten Nationen, also die Rockefeller-Rothschild-Veranstaltung, ablöst. D.h., diese Konferenz dürfte der Anfang vom Ende der UNO sein und gleichzeitig ein Übergang zu einer neuen Vereinigung der Nationen unter der neuen Trilateralen Weltordnung. Eingeladen sind deshalb zunächst alle fünf Veto-Mächte, also Briten, Amerikaner, Russen, Franzosen und Chinesen. Die EU spielt da überhaupt keine Rolle mehr. Macron sagte auch gleich brav zuerst zu. Johnson folgte. Trump und Xi können sich mit der Zusage Zeit lassen und in Abstimmung mit Putin dann den Termin festlegen, sobald es den drei verbliebenen globalen Großmächten passt. Aber schon während des langen Vorlaufes ist die UNO obsolet und die Mitgliedstaaten wissen bereits, dass sie nichts mehr zu melden hat.

Zu China und dem Vatikan: Die Jesuiten, die sich so gerne "Schlaue Jungs" nennen, waren so schlau, sich von Xi nach allen Regeln der Kunst vorführen zu lassen. Es gab ja schon unter Mao eine heimliche katholische Untergrundkirche und die Katholiken, die sich ihr anschlossen, waren unter den Kommunisten ihres Lebens nicht sicher. Dennoch hielten sie auch in den schlimmsten Zeiten treu zu ROM. Und was macht der Jesuitenpapst? Er läßt sie eiskalt fallen und gründet mit Xi offiziell eine Katholische Kirche, in der der Parteichef der Kommunisten den Bischof ernennt. Bergoglio darf ihn dann nur noch imAmt bestätigen. Man kann sich also leicht vorstellen, dass dem Vatikan wegen dieses Verrats an seinen eigenen so treuen Gläubigen die Anhänger scharenweise davon liefen. Eine echte katholische Kirche gibt es somit in China nicht mehr.

Die Coronapandemie nutzten Trump und Xi via "Handelskrieg" sehr geschickt, um West-ROMs Wirtschaft ganz aus China hinauszuwerfen. Das geschieht gerade. Die globalistischen Weltkonzerne, die dachten, sie könnten China ewig als billige Werkbank benutzen, gehen nun reihenweise bankrott. Zuerst die kleinen, dann die großen. Damit verliert ROM auch seine wirtschaftliche Übermacht über das Reich der Mitte, während dieses gerade seine Übermacht über Industrie und Handel der Globalisten aller Welt demonstriert.

Ich hoffe, ich konnte Ihre Fragen hier einigermaßen beantworten und etwas zur Klärung beitragen. Dennoch will ich am Schluss nochmal betonen, dass ich mich auch irren kann. Also übernehmen Sie bitte nichts, was Sie nicht selbst nochmal geprüft haben.

Und beste Grüße an Hans-Joachim Müller und seine Mitstreiter. Ich hoffe, ich habe sie mit meiner konträren Ansicht zu einem neuen Kaiser nicht allzusehr enttäuscht.


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