Waren ohnehin nur weichgespülte Schmalspurketzer

Mephistopheles, Datschiburg, Sonntag, 14.04.2019, 17:01 (vor 761 Tagen) @ NST7696 Views

Es geht darum, Gold international wieder als Währungssicherheit Nr.1
einzuführen. Es geht darum, zum Goldstandart zurückzukehren, der 1971

von

Nixon abgeschafft wurde, um den Petrodollar zu installieren. Der muss

nun

wieder abgewickelt werden. Es geht darum, im Zuge dessen einen

weltweiten

Finanzcrash, der mit seinem Zusammenbruch zwangsläufig verbunden

wäre,

aufzufangen. Und somit geht es auch um die Goldreserven, die jeder

Staat

nun ganz akut benötigt, um wieder eine Nationalwährung einführen zu
können und sich im Zuge dessen nach der Beseitigung des

Petrodollarsystems

und des an ihn gebundenen Eurosystems vor Crash und Inflation

abzusichern.

Nicht zuletzt geht es aber eben auch um die Verhinderung künftiger
Kriege.

..... dort schrieben jene, die vom absoluten Debitismus abgefallen waren.

Nein.

Hallo

Aus meiner Sicht wurde ein ganz zentraler Punkt angesprochen, der
inzwischen so wie ich das sehe offensichtlich ist. Hier wird dieser Teil
aber nicht auf grosses Verständnis stossen, die regen Wortmeldungen zeigen
die Richtung an. [[freude]]


Vom Offensichtlichen zum Seltsamen. Die ehemals führenden kommunistischen
Staaten China und Russland sind die Nationen, welche den Prozess eines
neuen Geldsystems Richtung Goldstandard auf den Weg gebracht haben.

Darüber sollte einmal nachgedacht werden, was ist da eigentlich passiert.
Für mich ist das noch überhaupt nicht klar, laut allen alten Definitionen
passt das nicht zusammen.

Wir haben auch ein interessantes China Bashing, ich meine jetzt nicht die
üblichen Nachrichtenagenturen wie Reuters etc. und die kopierenden
Qualitätsmedien. Ich rede von Personen, die als Aufklärer und
Durchblicker wahrgenommen werden, als Bsp.: sei hier Dirk Müller
aufgeführt.

Wenn ich den Artikel richtig verstanden habe, dürften die Chinesen im
Verbund mit Russland und immer mehr Staaten die dazu stossen werden, der
Dominanz des Westens ein Ende setzten, jetzt auf längere Sicht gesehen.
Was wird dann den alten Wertekanon ersetzten?

So wie die Germanen der Dominanz des Imperium Romanum ein Ende setzten und ihm dann anderthalb Jahrtausende hinterherflennten, nachdem es untergegangen war.
Sie haben es aber niemals wieder erreicht und auch den Wohlstand nicht.den die Römer einst hatten.

Aus meiner Sicht die zentrale Frage. Warum wird diese Frage im Westen
nicht gestellt?

Die Mehrheit in den westlichen Demokratien, die im wahlfähigen Alter
sind, sind die Baby Boomer. Für die ist der Zug abgefahren. Fragen, die
den Horizont von 20 Jahren übersteigt, sind nicht mehr relevant. Die
Kinder der Baby Boomer ff. im Westen sind mit der Ideologie -das Leben ist
bunt- gross geworden. Für die gilt: Black is beautiful - und der
Sozialstaat wird es richten.

Das Dumme war, dass der Sozialstaat des Imperium Romanum mit ihm unterging.

Ich lebe jetzt bald eine Dekade in Asien. Hier sehe ich nichts von Bunt -
schon gar nicht im Bildungssektor. Da geht es hart zur Sache, vergleichbar
mit dem Profisport - aber eben im Wissensbereich. Knall harte Selektion und
die Eltern müssen das finanzieren und je nach Fall auf andere Dinge eben
verzichten. Sollten die Asiaten in Zukunft die Richtung vorgeben, ist es
vorbei mit -Bunt- und Work-Life-Balance, als Berufsziel.

Das war es auch in den Schulen des Abendlandes anterthalb Jahrtausende lang, wo die Schüler Latein und Griechisch büffeln mussten. ohne dass sie jemals den Geist der Antike zu ihnen kam.

Während die Baby Boomer ihre Nachkommen und die geladenen Gäste im
Westen die Verteilungskämpfe langsam richtig zum Kochen bringen, wird im
Fernen Osten versucht ein Konzept der Zukunft auf den Weg zu bringen. Der
Westen hat sich aus diesem Diskurs völlig verabschiedet. Er wird sollte
sich das nicht ändern, auch so schnell sich dort nicht mehr einklinken
können.

Welche Zukunft denn? Du meinst doch nicht etwa die Zukunft, die der Westen vor 1000 Jahren begann anzustreben? Sämtliche asiatischen Zukunftskonzepte sehen mir doch arg sehr aus wie die Konzepte der Vergangenheit des Westens genau so wie die germanischen "Zukunftskonzepte" so aussaghen wie das, was die Griechen und Römer bereits ein Jahrtausend hinter sich hatten.

Das Konzept des Ostens ist auch nicht optimal ausbalanciert, die Expertise
eines Teil des Westens fehlt leider, aber mit Sozialromantik werden die
anstehenden Probleme eh nicht lösbar sein, diese Altlast muss zuerst
verschwinden um überhaupt noch mitreden zu können. Denn eines ist jetzt
schon klar, das Sozialstaatsmodell hat mehr Probleme erschaffen als

Sozialstaat geht eben nur mit Nationalstaat.

Was die Asiaten nicht begriffen haben, ist, sie können zwar den Westen abkupfern, aber niemals den Geist des Westens erreichen.

Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc


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