O selig, o selig, ein Kind noch zu sein.

manni meier, Dienstag, 04.12.2018, 11:53 (vor 550 Tagen) @ Tempranillo3274 Views

Hallo nereus,

Dieses Verhalten, sich auf jeden noch so läppischen Nebenaspekt zu
stürzen und die brisanten Dinge zu ignorieren, hat etwas Infantiles an
sich, eine Kindlichkeit, die man bei den Deutschen laufend finden kann,
sobald man an der seriösen Fassade kratzt.

Tempranillo

Hallo Temparillo,
Dieses Verhalten, sich selbst aus der Schusslinie zu nehmen, [[nono]]
indem man von "den Deutschen" spricht, hat auch etwas Infantiles an sich,
eine Kindlichkeit, die man hier im Forum laufend finden kann. [[sauer]]

Sonst spielt ich mit Zepter, mit Krone und Stern,
Das Schwert schon als Kind, ach ich schwang es so gern.
Gespielen und Diener bedrohte mein Blick,
Froh kehrt ich zum Schoße des Vaters zurück,
Und liebkosend sprach er: Lieb Knabe bist mein. -
|: O selig, o selig, ein Kind noch zu sein. :|

Nun schmückt mich die Krone, nun trag ich den Stern,
Das Volk, meine Russen, beglückt ich so gern.
Ich führ sie zur Größe, ich führ sie zum Licht,
Mein väterlich Streben erkennen sie nicht.
Umhüllet von Purpur, nun steh ich allein:
|: O selig, o selig, ein Kind noch zu sein. :|

Und endet das Streben, und endet die Pein,
So setzt man dem Kaiser ein Denkmal aus Stein;
Ein Denkmal im Herzen erwirbt er sich kaum,
Denn irdische Größe erlischt wie ein Traum.
Doch rufst du, Allgüt'ger: In Frieden geh ein.-
|: So werd ich beseligt dein Kind wieder sein. :|

A. Lortzing "Zar und Zimmerman."

https://www.youtube.com/watch?v=hI1lTVN87Z8

mfg
mm[[zigarre]]


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