Vergiss es...

Andudu, Montag, 03.12.2018, 15:57 (vor 543 Tagen) @ software-engineer2337 Views
bearbeitet von unbekannt, Montag, 03.12.2018, 16:33

Jeder Achtjährige sollte das im Duden nachschlagen können.

...wer benutzt heutzutage noch einen Duden und wer weiß, was ein Prädikat ist?

Die Einführung der schei** lateinischen Begriffe war das Ende jeglichen Grammatik-Verständnisses bei den meisten deutschen Schülern.

Ich verrate dir wie das fast immer läuft: man bekommt das einmal im Grammatik-Unterricht serviert, nebenbei abgehandelt in 1-2 Schulstunden, den Sinn davon hat fast niemand wirklich verstanden, das Wort erklärt sich (außer vielleicht für Lateiner) nicht von selbst, aber man bekommt es in der nächsten Arbeit gerade noch hin, dann kräht nie wieder ein Hahn danach.

Am Ende kann man ein Wörterbuch mit solchen Fremdbegriffen füllen und alle erklären sich unter gegenseitiger Benutzung, damit man möglichst wenig kapiert.

Ich kann mich noch an die zehnte Klasse Realschulabschluß erinnern, da hatte ich mir extra eine Übersicht über all die Grammatikfremdwörter angelegt und die rekursiv aufgelöst, weil ich angesichts der Prüfungen die Panik bekommen habe. Weiß ich noch was davon? Nein! Selbst dass "Prädikat" identisch mit "Satzaussage" ist, musste ich erst wieder googeln.

Und die von dir angeführte Kommaregel ist nur eine von 40(?) im alten Duden. Da gab es Tests unter Lehrern, bei denen kein einziger alle Kommas richtig setzte. Bei aller Liebe zur deutschen Sprache: die Vernarrtheit in solche Regeln (und die Tendenz andere darüber zu belehren) grenzt ans Perverse und führt nur dazu, dass die heutige Jugend Pidgin-Englisch lieber mag, als ihre eigene Muttersprache. Darüber kann man dann ordentlich jammern, aber es ist reichlich selbstverschuldet... ein bisschen Lockerheit wäre hier oft mehr von Nutzen, als diese widerwärtige Oberlehrerhaftigkeit.


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