Wenn mit Hölzchen Feuer gemacht werden muss...

Linder, Samstag, 22.02.2020, 09:47 (vor 2259 Tagen) @ Karin3165 Views
bearbeitet von Linder, Samstag, 22.02.2020, 09:57

... dann ist Apokalypse angesagt. Daran zu denken hat etwas Groteskes an sich, aber an Fleisch wird es in einer solchen Zeit nicht mangeln, ...wenn du verstehst was ich meine.
Das zu erleben halte ich für sehr, sehr unwahrscheinlich, von daher würde ich mich auch niemals darauf vorbereiten. In dem Falle wäre selbst ein Bunker nahezu sinnlos, weil ich die Zeit danach gar nicht erleben wollte.

Gaskocher habe ich auch, 5kg Gasflaschen stehen ohnehin immer 1...2 herum, weil sie zum Hartlöten, Unkraut abflammen, etc. gebraucht werden. Sofern es im normalen Alltag einen Nutzen erfüllt (Arbeiten rund ums Haus, fürs Camping, Angeln, Grillen, usw.) ist die Anschaffung auch sinnvoll. Aus Gründen des "Preppens" würde ich solch Dinge nie vorhalten, das ist rausgeworfenes Geld.
Teelichter, auch gut, davon liegt immer eine Packung herum, z.B. fürs Fondue.
Warm macht bei uns neben der Zentralheizung ein Schwedenofen. Der wurde zwar auch sekundär angeschafft um bei Stromausfall 3 Räume heizen und Wasser warm machen zu können, aber primär der gemütlichen Athmosphäre offener Flammen wegen und als Zwischenlösung in der Übergangszeit. So wie heute z.B., da bleibt der Scheitholzkessel aus und am Abend brennen dann nur ein paar Füllungen im kleinen Hwam. Morgen bekommt der Fröling wieder 2 Ladungen, so ist auch das Heizen mit Holz einigermaßen komfortabel.
Unsere Hütte sowie das Einkaufverhalten ist seit jeher darauf ausgerichtet, mehrere Tage ohne stabiles, ziviles Alltagsleben auszukommen. Selbst wenn also das eine oder andere fehlt, sind 8 Tage ohne Strom und Wasser locker brückbar ohne von den gängigsten Gewohnheiten komplett abrücken zu müssen. Uns stellt sich die Frage eines provisorischen Kerzenofens oder kleinen Campingkochers überhaupt nicht. Das ist der Vorteil nicht in einer großstädtischen Singlewohnung zu leben.

Was aber wirklich jeder haben sollte: eine qualitativ gute Stirnlampe (z.B. von NiteCore) und auch eine kleine Hand-Taschenlampe (mit Mini-USB-Dose zum direkten Laden), möglichst mit 18650-Akkus. Das ist der beste Kompromiss zwischen guter Lichtausbeute, langer Standzeit und auch wenig Ladezyklen, da diese Akkus sehr lange lagerfähig sind, ohne viel an Kapazität zu verlieren.
Maglites waren lange Zeit das Maß der Dinge, sind jedoch seit Jahren überholt.
Aus China kommen mittlerweile qualitativ sehr gute Lampen für relativ billiges Geld, deswegen liegen bei uns mehrere griffbereit herum, auch im Handschuhfach des PKW.
LED-Lenser hatte ich eine Stirnlampe fürs Angeln, machte aber technische Probleme (On-Off-Knopf) und lief mit herkömmlichen AAA-Batterien. Damit hat man irgendwann immer Versorgungsprobleme, nicht selten sind sie überlagert und/oder laufen aus. Nie wieder - nur noch Akkus, die von Zeit zu Zeit im Pulk alle geladen werden. Ein Dutzend hingelegt und der Stromausfall kann kommen, von mir aus eine Woche lang. Mit einer Stirnlampe hat man zudem beide Hände frei und muss nicht das Handy als umständliche Funzel missbrauchen.
Es gibt diesbezüglich mittlerweile etliche Taschenlampen-Foren. Sich einmal quer zu lesen ist mit Sicherheit nicht verkehrt.
Billige Ultrafire kann man kaufen, Sofirn oder Convoy sind qualitativ jedoch deutlich besser und kaum teurer. Eine Lampe im Hosentaschenformat kostet rund 20 € und macht die Nacht zum Tag, man muss also keine Unsummen für etwas Brauchbares ausgeben. Zudem kann man sie als Taschenofen nutzen, denn die Köpfe werden bei voller Leistung mächtig warm. [[top]]

Im o.g. Dutch kann man übrigens auch Brot backen. Habe ich selbst jedoch noch nie ausprobiert. Wir essen gern Körnerbrot und haben deswegen immer einen gewissen Vorrat eingefroren und zudem Kekse, Zwieback und auch Pumpernickel im Vorratsraum. Bis das alles aufgebraucht ist, hätten wir bereits längst andere Probleme am Hals.

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◇◇◇ GENESEN - GELACHT - GELOCHT ◇◇◇


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