Eine ziemlich interessante Diskussion

helmut-1, Siebenbürgen, Freitag, 13.09.2019, 17:17 (vor 263 Tagen) @ nereus1795 Views

Für mich sehr aufschlussreich, weil ich mir die dabei genannten links angesehen und +/- gelesen habe. Auch die in den Kommentaren genannten Überlegungen sind oft sehr interessant.

Natürlich ist es vorteilhaft, wenn man sowohl die Bibel als auch den Koran in großen Teilen kennt. Was hier kaum oder gar nicht angesprochen wurde, das ist die Unterscheidung zwischen den einzelnen Themen/Kriterien. Ich will jetzt nicht jeden Kommentar mit Namen herausgreifen, um jeweils den Ursprung der entsprechenden Äußerung zu dokumentieren, - im Moment habe ich noch alles "frisch" im Kopf.

Die Behauptung, dass nach dem Westfälischen Frieden in Europa die Glaubenskämpfe vorbei waren, die unterschreibe ich nicht so ganz. Obwohl politisch dominiert, so war/ist doch der Konflikt in Nordirland auch religiös beeinflusst. Auch beim Balkankrieg hat die Religion eine Rolle gespielt.

Dazu kommt, dass der Unterschied zwischen dem Neuen und dem Alten Testament schon vom Inhalt her ziemlich signifikant ist und, - obwohl man beides als "Die Bibel" bezeichnet, man das doch klar trennen muss, gerade von der Aussage her.

Der Hauptpunkt aber, auf den ich die unterschiedlichen Auffassungen in den Kommentaren zurückführe, das ist die Verwendung der Religion als Instrument zur Macht. Ich meine, dass der einfache Mensch, - egal ob es ein im Mittelalter lebender Bauer in Deutschland war, oder ein Beduine irgendwo in Arabien - generell nicht auf die Idee gekommen ist, seinen Nachbarn oder einen Zugereisten abzumurksen, weil der einer anderen Religion angehört.

Dem Gewaltmonopol wird zwar in beiden Glaubenswerken der Boden geebnet, vielleicht beim Koran noch mehr als bei der Bibel, aber umgesetzt wurde es immer nur von den "Häuptlingen". Von den Heerführern, Königen, Kirchenführern, - egal, was auch immer. Also von denjenigen, die geherrscht haben und - aus welchen Gründen auch immer - über noch mehr Volk herrschen wollten.

Der einfache Mensch, - gerade bei den Muslimen, war immer gastfreundlich, auch anderen Religionen gegenüber. Böse wurde er dann, wenn man seine Glaubensvorstellung mißachtet oder lächerlich gemacht hat. Dass man sein Leben riskiert, wenn man sich als Christ outet, und man läuft dabei um die Kaaba herum, das sollte doch klar sein.

Nur soviel wollte ich dazu sagen, und noch was: Herrschaften, ereifert euch doch nicht an kleinlichen Dingen, - es geht um die persönliche Meinung eines Einzelnen. Solange die begründet wird, ist es kein fair-play, diese zu verunglimpfen. Für mich war die Diskussion ziemlich erbaulich, - insbesondere die umfassende Geschichte um das Grabtuch kannte ich in dieser Vollständigkeit nicht.


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