Nein, die AfD ist auch ein Sammelbecken von Leuten mit Bezug zur Unterschicht.
Ich kenne die Strukturen und die Mitgliedschaft der AfD von innen heraus.
In der Partei gibt es einen eklatanten Mangel an Mitgliedern mit bürgerlichem Hintergrund und einem weiten Bildungshorizont. Leute der mittleren Managementebene haben einfach zu viel zu verlieren, während "einfache" Arbeiter und Angestellte im Normalfall in ihrem bürgerlichen Leben nichts zu befürchten haben und ihnen der Eintritt in die Partei deshalb leichter fällt.
Durch die Mitgliederstruktur werden natürlich viele Mitglieder zu Mandatsträgern, zumeist auf kommunaler, aber auch auch Landes- weniger auf Bundesebene, die den geistigen Horizont nicht besitzen, wie ihr äußeres Erscheinungsbild auf ein bürgerliches Publikum wirkt.
Sie bewegen sich weitestgehend in ihrer eigenen Blase, mit denselben Werten, demselben Bildungshorizont, wo Fascho-Frisuren, großflächige Tatoos und metall-getackerte Körperteile zur Normalität gehören.
Zumeist sind es nette, ehrliche, arbeitsame Leute, mit denen "normale" bürgerliche Schichten aber ein Zugangs- und Kontaktproblem haben. Leider wird dieses Phänomen in der AfD strategisch überhaupt nicht gesehen, zumal es der Partei auf vielen Ebenen eklatant an Strategen und Marketingverstand fehlt, was auch wieder eine Folge davon ist, dass beruflich erfolgreiche Menschen der mittleren Managementebene mit Erfahrungen in Organisation, Psychologie, Personalführung und Marketing in der Partei schwach vertreten sind.
Oliver Kirchner mit Ulrich Siegmund in Sachsen-Anhalt sind da eher eine rühmliche Ausnahme.
Gruß Plancius
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"Natürlicher Verstand kann fast jeden Grad an Bildung ersetzen, aber keine Bildung den natürlichen Verstand." ARTHUR SCHOPENHAUER