Gesamte Freizeit- und Hobbybranche. Heftige Preissteigerungen und Lieferengpässe

Plancius, Dienstag, 20.04.2021, 08:25 (vor 23 Tagen) @ helmut-11323 Views

Hier nur mal ein paar Beispiele:

- Fahrräder: Ordentliche Fahrräder, also keine 08/15 Räder waren schon die vergangenen Jahre schwer zu bekommen. Jetzt sind sie praktisch ausverkauft. Preissteigerungen von 30 - 70%

- Astronomieartikel: Ich habe 6 Monate auf mein Teleskop gewartet. Ist dieses Jahr 30% teurer geworden. Der Händler sagte mir, die Bestellungen haben sich innerhalb eines Jahres verdoppelt.

- Wassersport: Wegen Corona habe ich mich bereits im letzten Jahr nach einem Kajak umgesehen. Frühestens ab Mai lieferbar. Preis in 2021 um 25% gestiegen. Für Wasserwanderer an der Mecklenburgischen Seenplatte wird es dieses Jahr sehr eng werden. Ich glaube kaum, dass wir spontane Übernachtungsplätze für unsere Mehrtagestouren auf Campingplätzen oder in Pensionen bekommen. Vielleicht muss ich da mal @Kaddi anfunken.

- Wohnmobile/Caravans: 25% Umsatzwachstum, praktisch ausverkauft. 5 Jahre alte Modelle kann man zum Neupreis verkaufen

- Haustiere: Rassehunde haben sich innerhalb eines Jahres im Preis verdoppelt. Beispiel: Deutscher Pinscher vor einem Jahr 850 EUR, jetzt 1500 - 1700 EUR.

- Geflügel: Üblicherweise werden Junghennen im März/April nach dem Winter gekauft. Da hat man auch die größte Auswahl. Ich stelle mir da immer eine bunte Mischung aus 12 Hühnern zusammen. Dieses Jahr praktisch keine Hühner zu bekommen. Wenn dann nur weiße Leghörner oder braune Lohmanns. Alle anderen Rassen/Legehybriden sind nicht erhältlich. Außerdem Futterweizen +30%.

- Gemüsepflanzen: Wer einen eigenen Garten hat, muss für Gemüsepflanzen im Durchschnitt 30-40% mehr bezahlen. Was früher 2 EUR gekostet hat, kostet dieses Jahr 3 EUR. Da die Bau-/Pflanzenmärkte mal auf- und wieder zumachen, haben sie häufig auch nur ein spärliches Angebot, so dass man als Gärtner auf den extrem teuren und häufig qualitativ schlechten Versandhandel zurückgreifen muss.

Die Liste lässt sich sicher noch beliebig fortsetzen, insbesondere im Bau- und Heimwerkerbereich.

PS: Bier ist erstaunlich stabil im Preis geblieben. Markenbiere kosten nach wie vor - auch nach der Mehrwertsteuererhöhung - 9,60 bis 10 EUR die Kiste im Angebot.

Gruß Plancius

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Der Königsweg zu neuen Erkenntnissen ist nach wie vor der gesunde Menschenverstand.


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