Deine Frage zud den Grenzen der Portfoliokomprimierung

paranoia, Die durchschnittlichste Stadt im Norden, Freitag, 04.10.2019, 15:12 (vor 361 Tagen) @ FOX-NEWS1053 Views

Hallo FOX-NEWS,

Jetzt ist die spannende Frage: Wieviel unserer "Billionen-Derivate-Bombe"
ist nicht mehr
"komprimierungsfähig"?

keine Ahnung! Vielleicht gibt es darüber ja Statistiken bei den diversen Aufsichtsbehörden?

Entscheidend ist, dass bei Ausfall eines Marktteilnehmers schnell Ersatz gefunden wird.
Wenn der Marktteilnehmer kein Risikoträger ist, suchen die betroffenen Kontrahenten des Marktteilnehmer einen neuen Kontrahenten.

Beispiel 1:
Platinmine handelt Derivate mit JP Morgan, Autohersteller (wegen Katalysator) auch.
Jp Morgan geht pleite, Platinmine und Autohersteller suchen neuen Kontrahenten.
Auf den Preis für Platin dürfte das nur geringe Auswirkungen zeigen, weil eben quantitativ bei Angebot und Nachfrage dasselbe hinzukommt.
Sichern die beiden sich zu unterschiedlichen Zeitpunkten, wird es natürlich irgendeine Preisschwankung zu Ungunsten beider geben! Nach Wiedereindeckung ist der Platinpreis dann aber wieder da, wo er vor dem Ausfall war.

Dank Besicherung besteht der potentielle Schaden in den Kosten einer adversen Marktbewegung vom Zeitpunkt der Pleite, bzw. der letzten Besicherungstransation bis zur Wiedereindeckung zuzüglich Kosten der Wiedereindeckung.

Beispiel 2:
AIG geht Pleite. AIG hatte massig protection verkauft (Fachbegriff für die Richtung beim CDS-Handel), also Prämie erhalten.
AIG war Risikoträger.
Auf der anderen Seite müssen zig Adressen (die Käufer von protection) sich eine neue Absicherung suchen, ohne dass gleichzeitig noch neue Verkäufer von protection am Markt erscheinen. Folge: Die CDS-Prämien steigen.

--
Ich sage "Ja!" zu Alkohol und Hunden.


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