Die V2 hatte es einfach: die konnte mithilfe der Luft stabilisiert und gesteuert werden ("aerodynamisch")

BerndBorchert, Freitag, 03.04.2026, 21:55 (vor 20 Stunden, 59 Minuten) @ DT524 Views
bearbeitet von BerndBorchert, Freitag, 03.04.2026, 22:39

Der Mondlandefähre stand keine Luft zur Verfügung. Eine längliche Form hätte noch was gebracht, so wie man einen Billiardqueue auf einem Finger balancieren kann, aber auch das war nicht gegeben.

Wenn der enorme Schub des Triebwerks von unten wirkte, wie hat man die Fähre gegen Überschlagen stabilisiert?

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Nochmal zum Problem, dass die Fähre die Rakete, die in 110 km Höhe mit 2000 km/h um den Mond kreist, punktgenau finden muss:

Die Lösung heißt Regelung. Damit passt Du Deine Bahn nach und nach an. Das Andocken von der Mondfähre an das Kommandomodul wurde manuell ausgeführt.

"Regelung", d.h. Steuerung, ist nur eine verschärfte Version der Stabilisierung: Die beiden Astronauten dürften die Schubkraft regulieren können und damit die Geschwindigkeit (die auf 2000 km/h tangential zum Mond gebracht werden muss!), aber wie steuern sie die Richtung der Fähre beim Hochsteigen? (und wie verhindern sie dabei das Überschlagen? siehe oben). Und nur ein paar Winkelminuten zuviel oder zuwenig beim mehr als 100 km langen Weg zur Laufbahn der Rakete - und sie werden an der vorbeirasenden Rakete vorbeifliegen und sind dem sicheren Tod geweiht.

Bernd Borchert

Stell Dir vor, Du bist der Astronaut auf dem Bild und Du weißt: in 5 Stunden kommt da oben in 110 km Höhe die Rakete mit 2000 km/h vorbei, und wenn Du Zeit oder Ort des geplanten Dockings auch nur um 10 Sekunden oder 500 Meter verpasst, dann wirst Du sterben. Denn Du kannst nicht wie bei der Metro die nächste nehmen ...


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