Er lotet nicht, er schleimt

Tempranillo, Dienstag, 19.05.2020, 17:23 (vor 2078 Tagen) @ nereus3229 Views

Hallo nereus,

Ja eben.
Der Wettbewerb ist ausgeschaltet und einige wenige fetten Katzen tummeln sich im Pool.
Lenin nannte das StamoKap: Staatsmonopolistischer Kapitalismus (SMK) oder Staatsmonopolkapitalismus ist eine ursprünglich marxistisch-leninistische Bezeichnung für die Verschmelzung des imperialistischen Staates mit der Wirtschaft – die in dieser Phase nur noch aus dünn maskierten Monopolen bestehe – zu einem einzigen Herrschaftsinstrument unter Führung einer Finanzoligarchie, die in der Endphase des Kapitalismus erfolge; diese Phase sei gegenwärtig erreicht ..

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Staatsmonopolistischer_Kapitalismus

Man kann jetzt allerliebst darüber streiten, ob das Kapitalismus im Endstadium oder maskierter Sozialismus ist.
Fakt ist, in beiden Systemen hat es sich eine Elite fein eingerichtet.

[[applaus]]

Drum sag' ich doch dauernd, daß es keinen Sinn hat, sich in definitorischem Kleinklein zu verzetteln. Man muß von Interessen ausgehen und fragen, wer benachteiligt, wer begünstigt wird.

Die Begünstigten sind seit 1919, Versailles, immer und überall in und um City und Wall Street zu finden.

Ich gebe Dir recht, es werden weniger die Akteure als vielmehr die Theoretiker benannt.
Das kann man sehr wohl kritisieren.
Aber @Tempranillo, machen wir uns nichts vor.
Wenn er die City, die Wallstreet und die Banker des Globalismus wörtlich erwähnt und deren Prinzipien, was meinst Du wohl, welches Etikett ihm dann an die Backe geklebt wird.

Krall könnte die Linie eines Willy Wimmer und Prof. Otte fahren.

Das Wort beginnt mit A und endet mit t.
Du kennst doch dieses perfide Spiel noch besser als ich.

Trotzdem gibt es noch Spielräume, die man nutzen sollte. Dr. iur. Valérie Bugault, Fachanwältin für Steuerrecht, und von einem inzwischen verstorbenen Investitionsbanker instruiert, kann es auch.

Nein, verantwortlich ist die Hochgradfreimaurerei, die ausgehend von Europa des Mittelalters ihren Gedankenfürze um die Welt leitete und mit den USA einen großen Pflock in die Erde stampften.

Selbstverständlich kann man das so sehen, und von meiner Seite aus kein Widerspruch. Ich ziehe lediglich vor, mich an Bismarck und französischen Gepflogenheiten orientierend, wo immer möglich auf der Ebene der Staaten und Völker zu bleiben.

Er lotet den Raum aus ohne dabei abstürzen zu müssen.

Krall lotet nicht, er schleimt. Du weißt, in welche Richtung.

Er schreibt nicht für ein paar Hundert Leser im Gelben, sondern für Hundertausende da draußen. Diese unterschiedlichen kommunizierenden Röhren sollte man zumindest im Fokus haben.

Wimmer und Otte, dessen intellektuelle Redlichkeit ich schätze, und auch, wie kollegial er mit seinem Angestellten, lies Untergebenen Markus Gärtner umgeht, zeigen, wie es gehen könnte, ohne gleich alle schlafenden Hunde zu wecken.

Das ist die Theorie und wie funktioniert das in der Praxis?

Das war noch nicht einmal Theorie, das war utopisches Wunschdenken. Wie es gehen soll, die Besatzer hochkant rauszuwerfen, ist mir ein Schleier, was ich doch dauernd schreibe und genau deshalb wenig optimistisch bin.

Wenn jeder Ansatz, die Verhältnisse kritisch zu hinterfragen und Lösungen anzubieten, immer gleich niedergebügelt wird, bleibt am Ende eigentlich nur noch ein großer Haufen Frust.

Damit kannst Du mich nicht meinen. Ich habe oft und oft geschrieben, wie sehr ich Willy Wimmer, Max Otte, Hermann Ploppa und Ernst Wolff zustimme.

Ist das denn eine vernünftige Lösung? [[hae]]

Wie Krall vor der Geldmacht im Staub zu kriechen und deren Lügengift unter die Leute zu streuen, kann es bestimmt nicht sein.

Tempranillo

--
*Die Demokratie bildet die spanische Wand, hinter der sie ihre Ausbeutungsmethode verbergen, und in ihr finden sie das beste Verteidigungsmittel gegen eine etwaige Empörung des Volkes*, (Francis Delaisi).


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