Unter aller Sau?

nereus, Dienstag, 19.05.2020, 13:40 (vor 2079 Tagen) @ Tempranillo3275 Views

Hallo Tempranillo!

Du schreibst: Diese Dreierbande betrachtet Linksrotgrünversifft und den Sozialismus als Gegner ..

Und was gäbe es dagegen zu sagen?
Du bist doch nicht etwa ein verkappter Sozi und hast das Bild von Saskia E. über dem Schreibtisch hängen? [[freude]]

.. sie singt das Lied des schrankenlosen Liberalkapitalismus und damit implizite auch der NWO.

Vorsicht mit dieser Porzellankiste!
Hier dürfte es viel Interpretationsspielraum geben und hier gehören die Themen speziell auf den Tisch.

Mir ist nicht bekannt, daß auch nur einer der drei, EU, €urotz und damit auch die völkerrechtskriminellen Bailoutmaßnahmen als Projekt Angloamerikas, der City und Wall Streets, bezeichnet hätte, womit für mich klar ist, wessen Interessen sie vertreten.

Danisch interessiert sich für Finanzpolitik nicht die Bohne, daher erwarte ich dazu von ihm auch nichts. Krall hat zugegeben anfangs für das Euro-Projekt zu sein, ist aber später aufgewacht. Wenn nicht er gegen das Euro-Projekt anstinkt – wer dann?
Auch Tichy hat sich seit Jahren gegen den Euro positioniert, wobei ich aber nicht weiß, was er Anfang 2000 dazu gesagt hat.
Gegen die EU ziehen sie alle mehr oder weniger zu Felde, jeder auf seinen Sachgebiet.

Nur darfst Du bei solchen Leuten nicht erwarten, daß sie in jeder Hinsicht Klartext reden.
Du weißt, wo man hinkommt, wenn man das macht.

Vielleicht fällt Dir Kralls bodenlose Gemeinheit auf, ohne daß ich die Sache breittrete?
https://paz.de/artikel/die-katharsis-ist-da-a773.html

Ich lese u.a.: Die Wurzeln dieser Krise liegen in einer von der kulturmarxistischen Frankfurter Schule gezeugten Weltanschauung, bei der die Logik guten Wirtschaftens zugunsten eines Aberglaubens der Planbarkeit der Wirtschaft und der Machbarkeit schmerzlosen Lebens geopfert wurde.

Bester Tempranillo, wer steht mehr für die NWO in Absurdistan als die Frankfurter Schule?
Hier wurden die Sumpfpflanzen der OneWorld als Setzlinge in den ersten kleinen Topf gepflanzt.

In ihrem Kern glauben die Proponenten dieses Wahngebildes, dass man die Knappheit der Güter auf der Welt dadurch besiegen könnte, indem man die Knappheit des Geldes abschafft.

Das könnte man auch anders formulieren. Es ist der Glaube auf Dauer seine Rechnungen nicht bezahlen zu müssen. Was ist an dieser Kritik falsch?

1. Die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank EZB ist planwirtschaftlich, nicht marktwirtschaftlich.
2. Die Geldpolitik folgt falschen Keynesianischen Modellen, die logisch in sich widersprüchlich sind und daher die Realität nicht abbilden können.
3. Die daraus abgeleitete Nullzinspolitik zerstört die Ertragskraft der Banken. Der Verfall ihrer Erträge schreitet weit schneller voran als der Abbau der Kosten, den die Banken als Antwort zu geben versuchen.

Auch das ist korrekt.
Was hier ggf. gedanklich hinein wirkt sind die Kreaturen von Goldman Sachs, DeuBa und HSBC, die immer wieder mit Skandalen, Betrügereien und Vetternwirtschaft auffielen.
Nur hat das bei einer grundsätzlichen Analyse der Lage erst einmal nichts zu suchen, wobei es allerdings keines Falls aus dem Blick geraten darf.

Was er zu den Zinsmargen sagt, darf gerne widerlegt werden.
Ich halte das für plausibel.

Der Nullzins wirkt als eine Subvention und hält auf diese Weise schlechte, unproduktive, ineffiziente und nicht lebensfähige Unternehmen künstlich am Leben, die vom Wettbewerb und der Marktwirtschaft aussortiert und in die Pleite geschickt werden würden.

Das ist leider die Wahrheit.
Nur fehlt hier natürlich der Hinweis, warum die Zinsen ÜBERHAUPT herunter geschleust wurden. Das ist ja nur eine Folge vorheriger Fehler und da hat ganz sicher die Finanzoligarchie den Rahmen gesprengt.

Die Krisenbeschreibung halte ich ebenso für plausibel, wobei die einzelnen Abschnitte schwierig zu lokalisieren und zu terminieren sind.

Zahlungsunfähige oder auch nur zahlungsunwillige Konsumenten und Unternehmen müssen ihren vertraglichen Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen. Dies ist der sicherste Weg, die Vertragsfreiheit als Leim, der die Marktwirtschaft zusammenhält in kürzester Zeit zu zerstören und so der zentralen Planwirtschaft nach sowjetischem Muster den Weg zu bereiten.

Keine Frage, daß die Konsequenzen verheerend sein werden, aber die Analyse ist richtig, auch wenn sie einem vielleicht nicht gefällt. Wie man diese Verheerungen z.T. abmildert ist wieder eine andere Sache.

In Phase 2 wird das Vorziehen der Rettungsorgie auf die Unternehmen und Konsumenten bereits vor der notwendigen Bankenrettung zu einer massiven Aufblähung der Geldmenge führen und damit einen hyperinflationären Schub auslösen, der die Nominalvermögen – also Renten, Pensionen, Anleihen, Bargeld, Sparkonten, Girokontoguthaben, Festgeld, Lebensversicherungen und Betriebsrenten – in ihrer Gänze vernichten wird.

Er prophezeit die Vernichtung der Volks-Vermögen und hat die Gründe nachvollziehbar dargelegt. Ich kann noch immer keine „bodenlosen Gemeinheiten“ erkennen.
Die NWO hat doch gerade diese Verhältnisse erst erzeugt, die er jetzt gnadenlos kritisiert.

Jedes Land in Europa steht dann vor der Wahl: Freiheit, also Marktwirtschaft, oder Sozialismus, also Planwirtschaft

Genauso sehe ich das auch.
Und am Lehrgang Planwirtschaft habe ich schon einmal mehr als ein Vierteljahrhundert teilgenommen. Ich fand es nicht ganz so prickelnd.

Entscheiden wir uns für die Freiheit, so benötigen wir ein 100-Tage-Programm der wirtschaftlichen Reform, welches um eine Reduktion der Staatsquote, eine Entschuldung des Staates, die Einrichtung eines marktwirtschaftlichen Geldsystems mit Hilfe eines Goldstandards und weitere tiefgreifende Reformen nicht herumkommen wird.

Der Kredit, das Geld gehören an die Gold-Fessel, das unterschreibe ich zu 100 %!
Wir haben ja gesehen, wohin es führt, wenn man solche „Banalitäten“ missachtet.
Er hatte das zuvor ja schon mit den Knappheiten angedeutet.

Langfristig können wir als Gesellschaft nur gesunden, wenn wir uns eine neue, freiheitliche Verfassung geben.
Ihre Merkmale sind: eine klare Gewaltenteilung (das Volk wählt Parlament, Kanzler und oberste Richter direkt), direkte Demokratie nach Schweizer Vorbild, eine Reform des Wahlrechts (jeder entscheidet sich frei zwischen Wahlrecht und Transfers), die Wiederherstellung der Medienvielfalt durch Abschaffung der Staatsmedien und Kartellkontrolle der Mainstream-Medien, Machtbegrenzung der Politik durch Amtszeitenbegrenzung, Mindestqualifikationen für Ämter, Reform der Bezahlung (niemand stellt sich in der Politik besser als vorher) und Abschaffung der Parteienherrschaft, Begrenzung der Staatsquote auf 25 Prozent und Verbot jeder Staatsverschuldung, Stärkung der Privatsphäre und Schutz vor privater und staatlicher Überwachung, Recht des unbescholtenen und geistig gesunden Bürgers auf das Tragen von Waffen.

Über einige Punkte kann man sicher debattieren.
Doch inwiefern ist das jetzt NWO-Sprech?
Gerade der StamoKap (Staatsmonopolkapitalismus) hat die Tür zur NWO erst sperrangelweit geöffnet.
„To big to fail“ ist nur in einem solchen System möglich und die sich daraus ergebende Logik Gewinne zu privatisieren und Verluste zu sozialisieren.
Der Kapitalismus, von dem Krall redet, existiert doch seit Jahrzehnten nicht mehr.

Ich gebe Dir allerdings recht, daß man hier noch ein paar Leitplanken einziehen sollte, wie z.B. das Trennbankensystem oder z.B. das ausschließliche Pachten von Grund und Boden, weil ja gerade hier gerade die bedeutenden Tretminen für die erneute Casino-Eröffnung lagern.

mfG
nereus


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