Was ist "Normalität" ...

Beo2, NRW Witten, Freitag, 02.09.2022, 10:39 (vor 1268 Tagen) @ Mephistopheles4716 Views
bearbeitet von Beo2, Freitag, 02.09.2022, 11:20

Halten wir mal fest: Freiheit, das betrifft also nur Studenten der Soziologie und der anderen Laberwissenschaften. Alle anderen brauchen sich nicht damit zu beschäftigen.

Richtig. Es ist etwas für Soziologen und Philosophen, die von "den Anderen" durchgefüttert werden (müssen). Das macht sie aber nicht überflüssig : Sie sorgen für die Geistesentwicklung bei den Mitmenschen und der gemeinsamen Kultur. Diese Geistesentwicklung unterscheidet immerhin den Menschen von den Tieren.

Der grundlegende Denkfehler besteht darin, dass diejenigen, die beim - unausweichlichen - Kollaps des Systems verschwinden werden, ohne dieses System niemals existiert hätten.

Das ist richtig. Der größte Anteil der Population (min. 90%) wird nach einem nachhaltigen Systemkollaps verschwinden .. weil infolge des Zusammenbruchs der durchorganisierten Arbeitsteilung nicht mehr ernährbar und ohne ausreichende Energiequellen. Das gleiche gilt für die meisten Berufe.

Der Denkfehler liegt also bereits zu Beginn. Beim Kollaps des Systems werden nur die draufgehen, die unter normalen Bedingungen niemals existiert hätten.

Es gibt keine "objektiv normalen Bedingungen". "Normal", also die Norm, ist immer das, was gerade vorherrscht. Es muss jedoch nicht gewünscht sein : Mensch kann sich durchaus eine andere "Normalität" wünschen und sogar für ihre Herstellung arbeiten.

Oder alternativ: "Normalität" ist das, was mensch sich als Zustand wünscht bzw. für wünschenswert hält.

Der Kollaps des Systems ist nichts anderes als die Rückkehr zur Normalität.

Nein, es handelt sich um die "Rückkehr zum Ausgangspunkt" jeder Zivilisation .. zur Startlinie in einer neuen Runde. D.h. um den Beginn eines neuen Zyklus (und Wettbewerbs).

Beo2


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