Ukrainische und deutsche Frage

Diego2, Freitag, 27.07.2018, 20:53 (vor 1483 Tagen) @ Diogenes Lampe12691 Views

Hallo Diogenes,

seien Sie gegrüsst, besten Dank für diese interessante Analyse.

Ich kann mir einiges vorstellen, sogar vieles von dem Geschriebenen.
Nur ein, zwei Dinge erscheinen mir unvorstellbar.

Die Teilung der Ukraine in einen russischen und orthodoxen Teil (Russen) und einen westlichen katholischen (Ukrainer) durchaus. Auch die Aufnahme des Donbass in die Russische Föderation. Putin wird nichts mehr hergeben, das kann sich Pornoschenko aus dem Kopf schlagen. Es wird wohl dann aber eher eine Rumpfukraine geben als eine Eingliederung in Polen. Die Zeiten vor dem ersten Weltkrieg, als Ukrainer und "Südpolen" im Hause Habsburg friedlich koexistierten, sind schon lange vorbei. Man sollte die bestialischen Schlächtereien zwischen Ukrainern und Polen im letzten Weltkrieg nicht vergessen, das passt nicht gut zusammen.

Auch eine Klärung der deutschen Frage halte ich für möglich, allerdings Gebietsrevisionen im Osten eher nicht, weil beide Seiten Polen und Deutschland daran wohl kaum Interesse haben dürften. Warum sollten die Polen dem zustimmen? Und wozu ? Wer will denn da wieder hin, die toten Vertriebenen werden nicht wieder auferstehen und die demographische Wende tut ihr übriges, schon jetzt ist Mitteldeutschland nur noch von Alten bewohnt. McPom und Brandenburg bald leer. Wo sollten denn die Deutschen her, die nach Pommern und Schlesien ziehen könnten ? Wovon leben ? Landwirtschaft ? Dann noch ein bisschen wahrscheinlicher als neue Grenzen eine Vereinigung und ein neues (katholisches) Grosspreussen und Vereinigung von D und PL ? Nach dem Untergang der EU wird wohl von allen Wert darauf gelegt, möglichst für sich allein autonom zu sein. Für mich alles undenkbar.

Gruss Diego


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