Viele Minen haben sich die hohen Kurse von vor einigen Jahren vorab gesichert
Viele Minen haben vorerst nicht viel von den anziehenden Metallpreisen, weil sie die damals hoch erscheinenden Preise für Metall langfristig "gesichert" haben.
So richtig in den Zahlen dürfte es sich oft erst sehr verzögert zu kommenden Bilanzabrechnungen auswirken.
Manchmal denke ich, daß der eine oder andere Finanzchef der Minen etwas Geld hintenrum erhält, wenn er seiner Mine die derzeitigen Metallpreise "sichern" läßt.
Ich kann es jedenfalls nicht nachvollziehen, wenn größere Förderer ihre Produktion auf Jahre vorab zu halben Marktpreisen verkaufen.
Da gehen seit Jahren bei einigen Förderern hohe Millionen- bis kleine Milliardenbeträge an Ertrag in Luft auf, aber sicher ist eben sicher.
Wenn man so in den Bilanzen und Präsentationen stöbert kann man kaum glauben, daß Firmen so blöd handeln, aber sie tun es oft.
Als EM-affine Person kann man das nicht nachvollziehen, aber so einem Finanzchef ist eben ein planbarer Finanzstrom wichtiger, als Ertragsoptimierung unter hoher Einnahmevolatilität.
Das ist vielleicht auch dem geschuldet, wie die Boniausschüttung an die Firmenleitung gestrickt ist.
Wenn die Boni gedeckelt sind, dann macht es persönlich nicht viel Sinn, den Gewinn maximieren zu wollen, wichtiger ist, daß der Gewinn so hoch ausfällt, daß das Maximum an Boni erreicht wird.
Mehr Gewinn bingt dann keine Bonussteigerung, aber wenn der Preis deutlich fallen sollte, dann fällt der Bonus weg oder ist minimal-
Sehr ärgerlich für die Gattinnen und Konkubinen der Firmenchefs.
So sichert man sich eben die Preise langfristig, die ein Maximum an Bonus garantieren.
Der Aktionär guckt nur verblüfft auf die Folgen.
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MfG
LR
Alles ist ein Windhauch.