Deine Geld-Definition scheint mir sehr fragwürdig
Hallo Mephistopheles
wenn man den Geldbegriff nur auf Münzen und Noten anwendet und nicht auf Naturalien, die wie Geld auch zu vorher festgelegten Terminen beim Herrscher abgegeben werden müssen, dann ist die Geld-Definition unsinnig gewählt.
Einen Warenkredit, also wenn der einem Bauer dem anderen Saatgut leiht, würdest Du doch wohl auch als Kredit bezeichnen.
Warum ein Warengeld nicht auch als Geld?
Auch normale Metalle, die in Form von Erz abgeliefert werden mussten, waren natürlich Geld im Sinne der einzig sinnvollen Definition:
Geld ist die abstrakte Ware, die von den zu schützenden Untertanen beim Herrscher wiederkehrend zu vorab festgelegten Terminen unter Strafandrohung bei Nichtleistung abzuliefern ist.
Dieses Geld hat sich seit der neolithischen Revolution ständig verbessert und je besser das Geld funktioniert, umso mächtiger können Herrscher werden. Und die meisten Herrscher sind am Geld gescheitert und nicht an äußeren oder inneren Feinden oder Nebenbuhlern. Einfach falsches Geld-Management und "ihr Reich" ging deshalb verloren.
Grüße
Morpheus
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