Na ja...

Andudu, Sonntag, 13.10.2019, 21:20 (vor 270 Tagen) @ helmut-11057 Views
bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 13.10.2019, 21:25

Wenn Du das erste Mal von einer mehr nach Milch orientierten Milch
konsumiert hast (das kann man den Milchtankstellen durchaus zutrauen) ,
dann liegt die Vermutung nahe, dass sich Dein Organismus an das weiße
Wasser, das Du unter dem Begriff "Milch" getrunken hast, gewöhnt hat.

Klar ist, dass der Körper ein bestimmtes Enzym, Laktase genannt, für die
Verarbeitung der richtigen Milch benötigt. Wenn Du das Ding über Jahre
hindurch "entwöhnt" hast, dann kann ich mir schon vorstellen, dass Du beim
Genuss richtiger Milch dann den flotten Otto kriegst. Das erste Mal,
wenigstens, dann pendelt sich das ein.

...ich hatte keinen Durchfall, sondern richtig böse Bauchschmerzen und das zwei Tage lang. Laktase braucht man bei der homogenisierten und pasteurisierten Milch ja auch. Und wir konsumieren sehr viel Milch und Milchprodukte, an der Gewöhnung liegt es sicher nicht.

Das waren sicher irgendwelche Keime, an selbige gewöhnt man sich natürlich auch, aber da hat es mich halt erwischt, vielleicht war es auch einfach Pech. Egal, ich würde es wieder probieren, aber wir haben hier schlicht keine gut erreichbare Rohmilchquelle.


Genauso wird z.B. bei Katzen Blödsinn par excellence präsentiert. Da
meint die Katzenmutti, sie muss den Katzen Milch geben. Schau mal nach,
wenn junge Katzen Milch (richtige Milch) saufen. Die kriegen die Sch., dass
es kracht. Der Organismus der Katzen ist dafür nicht gemacht. Da hat mal
irgendwer beobachtet, wie eine Katze beim Melken der Kühe den Rest
aufgeschleckt hat, und schon ist die Mär entstanden, dass Katzen Milch
brauchen.

Schätze, die gewöhnen sich auch daran. Meines Wissen können auch nicht-Laktase-Genotypen Milch trinken, sofern sie es regelmäßig machen. Offenbar passt sich der Darm da an. Das entdeckt man ja gerade erst alles: die Wandelbarkeit der Darmflora, die Besiedlung mit unterschiedlichsten Bakterienkulturen und wie die auf Psyche und Physis zurückwirken:
https://www.wissenschaft-aktuell.de/artikel/Studie_bestaetigt_moeglichen_Einfluss_der_D...

Ein geniales System, weil es sich offenbar auch der bevorzugten Nahrung anpasst und diese immer optimaler verwertet...

Weißes Wasser aus dem Supermarkt vertragen sie halbwegs, - Milch kaum.
Katzen brauchen, gerade wenn man sie mit Trockenfutter füttert, in erster
Linie Wasser.

"Weißes Wasser" ist bei uns die Supermarktmilch nicht, sie hat den typischen Fettgehalt von irgendwas 3,8% und schmeckt auch gut. Man bekommt auch welche, die nicht homogenisiert ist (=Feinverteilung der Fettröpfchen) aber das ist überaus lästig, wenn man sie nicht frisch hat, weil dann das ganze Fett innen an der Packung pappt, dann hat man tatsächlich weißes Wasser.

Sagen wir mal so: gemessen an der Aufgabe, eine riesige urbane Bevölkerung zu versorgen, ist unsere Auswahl und die Qualität sehr gut, ebenso die Preise. Ich kann mich noch gut an die DDR-Plastiktüten erinnern, die man früh kaufte und mittags war die Milch schon sauer. Null Kontrolle des Fettgehalts, der Tierhaltung (von wegen Bio etc.) usw. wir froren die fürs Wochenende manchmal sogar ein, damit wir sonntags auch mal welche trinken konnten.

Aber da gibts ja noch ganz andere Märchen bei den Tieren, z.B. dass die
Hunde keine Geflügelknochen fressen dürfen, - sie würden dran ersticken.
Müsste man mal den rumänischen Hunden als Poster zeigen, - die würden
sich einen Ast lachen.

Urbane Mythen halt...


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