Gute Planer sind rar.

Dieter, Freitag, 11.10.2019, 11:56 (vor 349 Tagen) @ Olivia588 Views

Hallo Olivia,

einen guten Planer zeichnet aus, daß er Funktion, gestaltende Architektur und kostengünstige Praktikabilität in Einklang bringt.
Der Planer folglich bei Erstellung der gestalterischen Entwürfe all die anderen Dinge schon mit bedenkt.

Leider gibt es davon nicht viele, möglich ist es aber durchaus.

Für mich ist eine Planung erst dann ok., wenn mir vor Beginn der Bauarbeiten das kleinste Detail bewußt ist. Ich kenne es so, daß ich bevor die Fundamente gegossen werden, ich schon weiß, wo jede Steckdose, wo jede Leitung hinkommt usw., welche Schaltkreise, welche Keramik, welche Armaturen usw. und natürlich auch die Einrichtung geplant ist.
Also planerisch alles erledigt ist, Außenansichten, Grundriß, Einrichtung, darauf aufbauend, Elektroplan, Planung der Versorgungsleitungen, Planung der Bäder und natürlich auch der Küche, dazu Planung von Datenleitungen und natürlich auch die Außengestaltung unter ident. Prämissen.
- und ich bin gewohnt, von derartigen Planungen bei der Ausführung nicht mehr abzuweichen. Auch die Kosten sind vor Baubeginn recht genau zu kalkulieren und werden auch strikt eingehalten. Kostensteigerungen von z.B. 10% sind für mich unverständlich.

Hallo Olivia,
ich denke, Du schaffst das schon.

Wohnungsschnitte hat man doch eigentlich immer so geplant, daß die
Versorgungsleitungen bei mehr als eingeschossiger Bauweise vertikal

laufen

und nicht horizontal.

.................

Seitdem die Leute überall alle möglichen Anschlüsse haben wollen, hat
sich das wohl geändert. Dazu kommen heute die bodenebenen Duschen, die
einen höheren Unterbau benötigen,

- da gibt es Abflußsysteme mit sehr niedrigen Bauhöhen, die höhenmäßig im Bereich der Fußbodenheizung integriert werden.

Toiletten, die dort stehen, wo die
Abflüsse gerade nicht sind. Als ich meine Sanierung machte, fragte mich
der Fachbetrieb, WO in der Küche ich die Spüle haben möchte...... Ich
habe das dann nach "optischen" Gesichtspunkten entschieden. Hätte ich
gewußt, was für ein "Leitungsverhau" dafür nötig war, so hätte ich das
nie so gemacht.

Eigentlich bespricht das der Ausführende mit der Bauherrin gleich mit.

Das habe ich erst später gemerkt, als es "Verstopfungen"
gab. Inzwischen kenne ich die ganzen "Leitungssysteme". Die laufen in
meinem Altbau auch kreuz und quer. Glücklicherweise an den wesentlichen
Stellen NICHT unter Putz oder Estrich.

Mit dem sogenannten "Luxus" kamen die Probleme. Die planen inzwischen
bereits mit ca. 0,4 m Geschoßdeckenstärke (inkl. Belag und Heizung). Ganz
sicher nicht wegen der Wärme- und Trittschalldämmung.

Ich gehe nach wie vor von 33-34cm aus incl. Belag und Fußbodenheizung, bei einer 18er Betondecke.

- und Luxus kann richtig Geld kosten, z.B. die angesagten Regen-Duschen. Da muß eine Menge Wasser erwärmt werden mit größeren Leitungsquerschnitten und entspr. Technik.

Bauen ist ein langes Thema, aber es kann auch viel Freude und Befriedigung bringen. Jedenfalls wünsche ich Dir, entspannt und energisch Deine Vorstellungen Realität werden zu lassen.

Gruß Dieter


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