Krall ist in meinen Augen für nüchterne Betrachtungen nicht zu gebrauchen

Ashitaka, Donnerstag, 12.11.2020, 20:12 (vor 342 Tagen) @ Dan the Man1341 Views
bearbeitet von Ashitaka, Donnerstag, 12.11.2020, 20:28

Hallo Forever-Round,

Die Wirtschaft muss nach dem Crash ohne die Transaktionsfunktion des Geldes auskommen. Somit zahlen alle die Zeche.

Er setzt einen Crash voraus, den wir aus haftungstechnischen Gründen noch lange nicht erleben werden. Die faulen Kredite werden solange nicht zum flächendeckenden Problem, wie die debitistischen Fundamente der Wirtschaftsräume durch staatliche Haftungsübernahmen und Verschuldungen (siehe die aktuellen EU-Anleihen) in die Zukunft getragen werden können und man die Kapitaldienste (Spitzen) dieser 1,5 Billionen angeblich fauler Kredite refinanzieren kann. Dahingehend kommen auch bald neue Hilfen für die Kreditinstitute. Das ist nicht die Herausforderung. Wir werden eines fernen Tages, wenn es haftungstechnisch mal ausgereizt ist, über die gegenwärtigen Spitzenrefinanzierungen lachen.

Man kann vielleicht den Schaden noch begrenzen, aber die Katastrophe ist nicht mehr zu verhindern.

Krall mangelt es an debitistischer und wirtschaftsberatender Vorstellungskraft. Man darf sich vom aktuellen Spektakel nicht blenden lassen. Die Lockdowns weltweit reissen kurzfristig schon nichts nach unten, da die betroffenen Unternehmen und privaten Haushalte debitistisch gesehen unbedeutend sind. Man analysiere die Zusammensetzung der hohen Arbeitslosenzahlen in den USA und werde sich über die Pillepalle-Nachfragerückgänge dieser ohnehin nicht für Kreditwachstum sorgenden Haushalte bewusst.

Seine marketingtechnisch herbeifantasierten Einbrüche des BIP haben wir schlicht nicht, werden sich auch nach den Umfragen und bisherigen Erhebungen nicht bewahrheiten. Egal wo man hinschaut, ob in die USA (+33,1% Wachstum im dritten Quartal) oder in die EU (+12,7% Wachstum im dritten Quartal).

Das verarbeitende Gewerbe und die Industrien stehen vor ganz anderen Herausforderungen, als dieser global simulierten Pandemie. Deloitte hat die BIG-Data-Analysen zur Bestimmung der BIP-Entfesselung schon fertig. Und da sind die Daten aller schweren Gewichte und beratenen Institute eingeflossen. Die anderen Datenkraken leuten ähnlich. Schon mitte 2022 werden sich die ängstlichen Erwartungen (so wie es schon 2009/2010 der Fall war) aufgrund der gigantischen Kreditpyramiden, die ab diesem Jahr erbaut werden, ins Gegenteil umkehren.

Man könnte das Jahr 2021 auch mit dem Beginn noch weit langläufigerer Zyklen in Verbindung bringen. Das wurde global perfekt umgesetzt. Aber ich will mich nicht wieder in die Diskussion über die herrschenden Prinzipien nach denen sich der Debitismus entfaltet verlieren. Nur soviel: Im Vertrauen auf die Kausalprinzipien der herrschenden Wirtschaftstheorien liegt man grundlegend falsch.

"Denken sich die ZB-Beratungsgesellschaften Ende 2019 halt: Bauen wir ab nächstes Jahr einfach in Rekordzeit von unten eine neue globale Pyramide um die alte, fristentechnisch langsam aber sicher in sich zusammenfallende Pyramide, drumzu. Und machen wir es diesmal so, dass die neue Pyramide aus geschichtlich einmalig rasant wachsenden Kreditforderungen gg. der Realwirtschaft heraus nach oben in die globalen Kapital-/Finanzmärkte wächst. Rafft ja eh keiner, dass aus 8-10 Billionen eines Tages 100 Billionen und mehr, [ohne dass sie erwirtschaftet werden müssen], an der Spitze entstehen können. Machen wir einfach mal global ne große Krisensimulation und legitimieren damit unsere Eingriffe ins System. Die unerwartet raschen BIP-Anstiege nach 2-3 Jahren werden die Politiker als Helden dastehen lassen."

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Herzlichst,

Ashitaka

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