Ausbildung ist das eine....

Linder, Montag, 15.06.2020, 18:19 (vor 2054 Tagen) @ Olivia2769 Views

...hier kann man durchaus Abstriche bei der Bezahlung in Kauf nehmen, da es nur temporär ist.
So habe ich das auch gehandhabt und bin besser damit gefahren (erst Lehre im kleinen Handwerk, danach Wechsel in die Industrie).
Verkommt der Umstand jedoch zum Dauerthema muss man die Reißleine ziehen. Findet sich hernach kein Personal mehr, steigen die Löhne automatisch.

Um meine schulischen Leistungen erzieherisch zu steigern, wurde mir seinerzeit eine Karriere als Müllwerker prophezeit. Hätte ich mal besser drauf hören sollen, denn der Job wurde in diversen Großstädten jahrelang sehr gut bezahlt, schlicht weil ihn niemand mehr machen wollte. [[top]]
Chance verpasst...
Gut, ob man ihn mit 50 noch machen will und kann, steht auf einem anderen Blatt, aber irgendwas ist bekanntlich immer.

Zweifelsohne lohnt es aber nicht, sich a) einen Beruf zu suchen von dem man nicht annähernd eine Familie ernähren kann und der b) privat kaum von Nutzen ist. Wobei hier Koch noch die bessere Variante darstellt als Hotelfachfrau/mann/wasauchimmer, denn das füllt einem im Zweifelsfall den Magen.
Reine Dienstleistungen, die im Bedarfsfall nahezu jeder mit etwas Engagement und wenig Einarbeitungszeit erbringen kann, nutzen nicht viel und sind oftmals von Haus aus schlecht bezahlt. Vor allem aber überhaupt nicht krisensicher, von daher nur als Zubrot tauglich.

Ich würde meinem Nachwuchs generell eher zu Hartz-IV raten als zu einem Job nahe Mindestlohn. Wenn der Sozialstaat von sich aus nicht korrekt funktioniert, hilft man ihm wenigstens konsequent beim Abriss und baut ihn hernach wieder vernünftig auf. Alles andere hat weder Hand noch Fuß.

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◇◇◇ GENESEN - GELACHT - GELOCHT ◇◇◇


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