Die Corona Soforthilfe - mit Bumerang Effekt
Die Corona Soforthilfe gibt es nun seit über einem Monat.
In einem Artikel auf Zeit online wird auf einen Bumerang Effekt hingewiesen, der für viele Antragsteller teuer werden könnte.
Nach Angaben des Bundesfinanzministeriums wurden im Rahmen der Soforthilfen für Selbstständige und kleine Unternehmen bisher bundesweit mehr als 12,6 Milliarden Euro bewilligt.
Was einige bis heue nicht wissen. Die Soforthilfe ist nur für Betriebskosten anwendbar und nicht für private.
Viele Kleinunternehmer haben wenig bis keine betrieblichen Kosten, weil sie ein mobiles Geschäft anbieten und/oder keine Mitarbeiter haben.
Doch die vom Staat versprochene unbürokratische Soforthilfe ist anders als ursprünglich vermutet nicht für die eigene Lebenshaltung gedacht. Nur Betriebskosten dürfen damit bestritten werden: also Miete, Strom und Telefon für das Büro oder eine Werkstatt, nicht aber die Kosten für das Dach über dem eigenen Kopf oder gar den Wickeltisch für das Baby. Löhne für Beschäftigte dürfen damit bezahlt werden, nicht jedoch der Einkauf von Lebensmitteln.
Da kommen dann höchstens ein paar hundert Euro pro Monat zusammen, nie und nimmer aber 9000€ in drei Monaten.
Ich kenne ein paar Selbstständige die die Soforthilfe beantragt und auch unbürokratisch bekommen haben. Das Geld wird nun munter für die private Lebensführung verwendet.
Spätestens bei der nächsten Steuererklärung wird dann reiner Tisch gemacht.
Dann wird Rückzahlung plus Zinsen einigen das Genick brechen.
Die Alternative zur freiwilligen Rückzahlung ist keine schöne. Der Staat fordert das Geld, wahrscheinlich plus Zinsen, zurück.
Quelle
https://www.zeit.de/wirtschaft/2020-06/solo-selbststaendige-soforthilfen-coronakrise-be...