Woanders in Europa wären sie damit Mittelschicht

Dieter, Montag, 15.06.2020, 14:41 (vor 2054 Tagen) @ Herzdame3054 Views
bearbeitet von Dieter, Montag, 15.06.2020, 15:01

Hallo Herzdame,
nun kenne ich auch finanzielle Situationen auch aus Portugal. Ein Land, das keine Sozialhilfe auf dt. Niveau kennt und die soziale Abfederung über den Mindestlohn läuft, der nach etlichen Anhebungen immerhin bei 600 Euro brutto liegt.
Die neuen Durchschnittskaltmieten in Portugal liegen nach den Angaben des statist. Amtes 2019 bei 5,33 Euro/qm, in Lissabon übrigens bei über 11 Euro/qm.
Die sonst. Kosten der Lebenshaltung sind hier ersichtlich:
https://www.portugal360.de/land-leute/leben-arbeiten/preise-lebenshaltungskosten

Gleichzeitig ist anzumerken, daß Zahnmedizin und Medikamente, egal in welcher Form, privat zu zahlen sind, ggf. auch über zusätzlich abzuschließende Versicherungen, insofern sind ältere Menschen besonders betroffen. Eine ordentliche ärztliche Versorgung meistens auch privat zu zahlen.

Die Menschen in Portugal machen auf mich übrigens einen zufriedeneren Eindruck als ich das in Ostwestfalen wahrnehme.

Aus meiner Einschätzung: Wer in Deutschland über 700 Euro/Netto klagt (zumal auch noch etliche soz. Zusatzleistungen eingefordert werden können), der klagt nach europ. Maßstab auf hohem Niveau.

Gruß Dieter

ergänzend ein Beispiel (vor ca. 5 Jahren) Eine Hotelangestellte im Empfang 5*****, Voraussetzung: gute Sprachkenntnisse in Port./Span./Franz./Engl./Deutsch Lohn: 3,50/Std.
das war damals Mindestlohnniveau, heute "deutlich" höher also so um 4 Euro/Std.
Gruß Dieter


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