Genau betrachtet (Nachtrag). Vom derzeit stattfindenden Ende der Demokratie.

Mephistopheles, Donnerstag, 11.06.2020, 12:18 (vor 2057 Tagen) @ Taurec2847 Views
bearbeitet von Mephistopheles, Donnerstag, 11.06.2020, 12:25

Nichts anderes ist geschehen, als die Monarchien durch Demokratien ersetzt wurden.

... könnte man ab dem Moment, wo die Kaufleute ==> Koofmichel ==> Koofmichs darüber entscheiden, wer Kaiser wird, auch genau so gut eine Demokratie einführen wie in England geschhen, mit einem König oder Kaiser natürlich als formellem Oberhaupt. Dass das nicht geschehen ist gehört zu den vielen unglücklichen Entwicklungen in der deutschen Geschichte.

Der echte Adel, die Edlen, hat in einer vitalen Kultur einen natürlichen Abscheu vor Gelderwerb oder Geldgeschäften. Das war in Rom mit den Senatoren genau so wie hierzulande mit dem Adel. Ein Senator, der sich auf Geldgeschäfte einließ, konnte seinen Status als Senator verlieren. Allerdings besteht die Gefahr, das hat die Geschichte bewiesen, wenn man auch nur das Geld von den Kaufleuten und Finanziers annimmt, auch wenn man es ehrenhafterweise nicht zurückbezahlt, dass diese schließlich die Dominanz gewinnen und die Bedingungen diktieren, zu denen Kredite gegeben werden. Das ist dann die Herrschaft des Geldes oder die Demokratie.

Die Demokratie endet (zwangsläufig!) dann, wenn der Staat sich die Herrschaft über das Geld und die Kredite zurückholt. Wer aus der Geschichte lernen möchte, wie das geschieht, hat derzeit allerbeste Gelegenheit, eine Gelegenheit, wie sie in einem Jahrtausend nur ein einziges Mal gegeben ist.

Gruß Mephistopheles


gesamter Thread:

RSS-Feed dieser Diskussion

Werbung