Geistige Impotenz ist inzwischen das Markenzeichen der deutschen Journaille

nereus, Mittwoch, 22.06.2016, 15:14 (vor 1442 Tagen)6631 Views
bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 22.06.2016, 15:50

Diesmal gibt sich Thomas Spahn, ein notorischen Putin-Hasser, die Ehre.
Er schreibt:

Putin, dieser eiskalt berechnende Geheimdienstler aus den Hinterhöfen Leningrads, ist der Napoleon des russischen Zusammenbruchs von 1989. Doch anders als der kleine Korse, der sich immer noch als Republikaner verstand und als Etatist an einen starken, gerechten Staat glaubte, fehlte dem kleinen Leningrader jene Fähigkeit, über seinen und seiner Freunde Nutzen hinaus zu denken. Putin war und ist das Produkt seines von Straßenbanden geprägten Ursprungs und der entmenschlichenden Ausbildung zum Geheimdienstmechaniker.

Quelle: http://www.rolandtichy.de/kolumnen/spahns-spitzwege/putin-und-der-westen/

Alleine diese Einschätzung indiziert den hoffnungslosen Patienten Spahn.
Wenn überhaupt jemand strategisch denken kann, dann war und ist es der Zar und er hat diese Fähigkeiten in den letzten Jahren am laufenden Band unter Beweis gestellt.
Wenn er von entmenschlichender Ausbildung zum Nachrichtendienstler redet, weiß der Typ nicht im Ansatz wovon er redet. Gerade in dieser Branche muß es menscheln wie verrückt, wenn Kontakte und Verbindungen erfolgreich sein sollen.
Was diese Pfeife drauf hat oder besser, nicht drauf hat, beweist er in folgenden Textauszügen.

Als Putin mit der Unterstützung seiner KGB-Camarilla ansetzte, den weltgrößten Ölkonzern Yukos in das Eigentum des Geheimdienstes zu überführen, wurde dieses als innerrussische Angelegenheit abgetan. Gleiches geschah, als Putin sein Parlament und seine Medien gleichschaltete, Wahlen in seinem Sinne manipulierte, immer mehr Oppositionelle und neuerlich auch hohe Militärangehörige eines unnatürlichen Todes starben.

Völlig sinnfreie Berichterstattung.
Wie es mit Yukos wirklich war, hatten wir auch im Gelben (oder dem Forum davor) ausführlich diskutiert. Die Amis wollten sich damals über eine infame Vertragsklausel und den korrupten Chodorowski, die Ölquellen Rußlands einverleiben.
Dabei stolperte der gierige Michail selbst ins vom Westen gewetzte Messer, weil ihn sein Tod oder seine Inhaftierung, aus dem Rennen genommen hätten.
Doch was weiß schon der schmerzfreie Herr Spahn davon?
Und die Todesfälle und Wahlmanipulationen sind das übliche Gesülze, die das Lügenkartell mit breiter Brust vor sich her trägt, aber wenn man dann Substanz fordert, kommt nur noch heiße Luft.

Der Westen beschränkte sich darauf, mit Russland Geld verdienen zu wollen und sich ansonsten aus Russland herauszuhalten. Zwar mochten ihm der Abbau der demokratischen Rechte und die Vernichtung des bisschen Marktwirtschaft, das sich unter Jelzins Liberalisierung gebildet hatte, nicht so recht gefallen – doch es galt das absolute Gebot, sich nicht in die politischen inneren Angelegenheiten Russlands einzumischen. Das machte Putin stark.

Wo haben sie, Herr Spahn, in den letzten 20 Jahren gelebt? Auf dem Mond?
Das Blut floß unter dem Suffkopp Jelzin in Strömen, das russische Volk drifte, bezüglich Lebensstandard, in Richtung frühbolschewistischer Verhältnisse und 1998 kam es zum Staatsbankrott, wegen massiver Ausplünderung.
Putin hat dann das Land erfolgreich aus der Krise geführt.
Übrigens wurde er vom Oligarchen Bereswoski überhaupt erst zu höheren Weihen empfohlen.
Daß Ihnen das als Lohnschreiber der Transatlantiker nicht gefällt, kann ich nachvollziehen, aber es ist nun einmal die Wahrheit.
Und daß nun ausgerechnet der schlaue Russe die westliche Taktik der Verschlagenheit für sich und sein Volk nutzte, grämt Euch Bande furchtbar und deswegen müßt ihr bis heute jammern und fluchen, das Einzige, was ihr wirklich richtig gut beherrscht.

Tschetschenien war sein erstes Opfer. Das kleine Land nördlich Georgiens, das die Zaren erst 1864 nach langen Guerillakriegen als Kolonie abschließend annektierten, diente dem Leningrader KGB-Mann als erster Gradmesser dafür, wie weit er gehen kann, ohne den Bruch mit dem für ihn überlebenswichtigen Westen zu riskieren.

Auch hier beweist er völlige Ahnungslosigkeit von geopolitischen Zusammenhängen.
Tschetschenien war eine von mehreren Spielwiesen der US-Denkfabriken, wo Söldner – ähnlich wie die Mudschaheddin in Afghanistan oder Al-Kaida versus IS später Länder ins Chaos stürzten. Rußland sollte nach und nach an den Rändern ausfransen und ausbluten.
Daß Putin hier mit aller Härte agierte, läßt sich nicht bestreiten, aber mit Lichterketten und Händchenhalten ist Terrorbanden nun einmal nicht beizukommen.

Als jede schmerzhafte Reaktion auf die Bombardierung der tschetschenischen Bevölkerung ausblieb, wendete sich Putin seinem südlichen Nachbarstaat Georgien zu. Dieses kleine Land hatte – anders als Armenien – zu intensiv in Richtung Westen geschaut und war damit geeignet, für Russlands Südflanke zu einer gefühlten Bedrohung zu werden.

Jetzt redet der Dummschwätzer vom Schlipsfresser (Micheil Saakaschwili), der meinte den Kreml in Süd-Ossetien vorführen zu können. Natürlich passierte das auch in Absprache mit den wildgewordenen Eliten der westlichen Wertgemeinschaft.
Und wieder ging die Aktion in die Hose, doch was schreibt das Mietmaul zum Thema?

Zwar wurde Putins Versuch, das kleine Land Georgien im Handstreich zu überrennen, im letzten Moment durch ein unmissverständliches Signal aus Washington unterbunden – doch der von Russland nun durchgesetzte Status Quo manifestierte abschließend das Herausbrechen der beiden Nordprovinzen aus georgischer Souveränität.

Es sind fast die Tastenanschläge zu schade, um diesen Stumpfsinn weiter zu kommentieren.
Und dieser Vogel schreibt ausgerechnet bei Roland Tichy, wo so eine brillante Texterin wie Bettina Röhl das Merkel-Regime regelmäßig argumentativ an die Wand nagelt.

Tomas Span ist übrigens Vorsitzender von FoGEB, der Forschungsgemeinschaft für Ethik und Politik. Dort liest man beim Willkommen.

Ethik in der Politik ist ein Thema, seit die Menschheit einen Begriff dafür hat. Denn all zu häufig will es uns erscheinen, dass Politik und Ethik Antipoden sind. Oder vielleicht auch nur die zwei Seiten ein und derselben Medaille? Möglicherweise sogar sind Ethik und Politik untrennbar miteinander verbunden. Und vielleicht verdient Politik diesen Namen erst dann, wenn sie auf klaren, ethischen Grundlagen beruht.

Quelle: http://www.robertgabel.de/fogep/index2.htm

Was soll man zu soviel Unverschämtheit eigentlich noch sagen?

mfG
nereus


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