Jammern auf hohem Niveau von Mälzer. Jeder Selbständige/Firmeninhaber, der etwas älter ist, hat bereits einige solcher "Krisen" hinter sich. Allerdings ohne "Geld vom Staat". Das ist ein Novum.

Olivia, Montag, 11.05.2020, 16:24 (vor 2085 Tagen) @ Dieter2289 Views

Ich zumindest habe einige solche Situationen hinter mir, wo über Nach plötzlich alle Aufträge "verschwanden" und keine neuen hinzu kamen. Die Kunden, die ich anrief (gut aufgestellte, innovative Unternehmen), sagten mir: Frau X wir würden sehr gerne weitermachen, ABER wir wissen nicht, wie wir die Gehälter zahlen sollen". Genauso ging es mir auch... ich wußte auch nicht, wovon ich die Gehälter zahlen sollte. Schwierig, wenn man lang laufende Mietverträge hat und fest angestelltes Personal (keine Näherinnen). Die "Kurzarbeit" ist auch erste eine "späte Erfindung". Erinnern kann ich mich daran, dass ich um 4.00 Uhr raus bin und durch die ganze Republik "gerast" um neue Aufträge zu bekommen. Dann wurden ALLE Reserven aktiviert, alles was machbar war und alles reduziert, was sich reduzieren ließ. Zum Schluss mußten wir im "fliegenden Wandel" umstrukturieren. Neue Standbeine aufbauen immer in Unsicherheit, ob es uns nicht komplett umhauen wird. Entweder man übersteht das und ist BEREIT, sich dem mörderischen Stress auszusetzen und es zu "überstehen".... oder aber man übersteht es nicht. Im zweiten Falle gibt es ja noch HartzIV.... jedenfalls in Deutschland.

Die "Unternehmer" sollten sich - bevor sie beginnen zu unternehmen - ernsthaft damit beschäftigen, was es heißt FIXKOSTEN zu haben. Allerdings unter der Bedingung, dass man auch nicht bereit ist, diese Kosten mithilfe einer "gekonnten Pleite" loszuwerden. Denn das machen die "Superschlauen". Die "entschulden" sich dann über eine Pleite.

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