Pioniergeist versus Stockholmsyndrom
Ist die folgende Darlegung akzeptabel oder unzulässig vereinfacht?
Das GelbeForum basiert auf der Theorie des Debitismus (Die ewige Suche nach einem Nachschuldner).
Die "Deckung" von Währungen beruht auf Schulden in Kombination mit der Androhung von Gewalt:
Der Herrscher, der Steuern eintreiben lassen will, muss zuerst Schulden machen mit denen er die (Gewalt androhenden) Steuereintreiber bezahlt, bevor er Steuergeld hat, die er als Lohn zahlen kann.
Das mag historisch, wissenschaftlich belegbar sein, ist für mich allerdings der Ausdruck eines alten Geld- und Wertesystems.
Zu meinen, ein Geldsystem muss auf alle Zeiten mit Schulden und Gewaltandrohung gedeckt sein, ist doch wie das Fahren mit Blick in den Rückspiegel.
Das Fixieren auf Probleme und Leid in der Vergangenheit, selbst wenn sie in die Gegenwart reichen, ist doch kein Entwurf und erst recht kein Bauplan für die Zukunft.
Ich betrachte Kryptowährungen als Pionierprojekte einer neuen Zeit, auch wenn bei den Entwicklungsschritten des Neuen, Vertreter alter Schuld- und Machtmuster sich des Neuen ermächtigen, es übernehmen, es in ihrem Sinne lenken wollen.
Konkret sehe ich viel Murks und einige Gefahren bei Kryptowährungen. Von den Gier-, Hype- und Allmachtswahn-Schreiern lasse ich mich jedoch nicht blenden, sondern sehe das zugrunde liegende Bestreben der Menschheit sich vom Joch des Alten zu befreien.
Ja, ich wünsche mir eine Besserung der Zustände und damit auch der Geldsysteme. Um dafür einen Beitrag zu leisten betreibe ich absichtlich "Wunschdenken". Das ist die aktive Nutzung des menschlichen Schöpfungspotentials.
Wer seinen Geist nur nutzt, um Experimente und Neuerungen schlecht zu reden, vergeudet meiner Ansicht nach seine Energie oder leidet womöglich unter dem Stockholmsyndrom.
Viele Grüße
Konstantin
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